docs(18-06): Betriebshandbuch Kapitel 10, CI/CD-Runbook Job desktop, Entwicklungshandbuch

- Betriebshandbuch: neues Kapitel 10 (Pipeline-Herkunft, Ablageort im Abbild,
  Release-Anhaenge, DESKTOP_DIST_DIR, Fehlerbilder-Tabelle); Kapitel 9 um
  Satz zu Desktop-Paketen im Freigabe-Tag ergaenzt
- CI/CD-Runbook: aus drei werden vier Jobs, Job desktop ausfuehrlich
  beschrieben (Cross-Bau, Cache-Reihenfolge, Cache-vs-upload-artifact-
  Begruendung), Fehlerbehebung um drei Unterabschnitte ergaenzt
  (Job desktop, cache miss, Release-Upload 413)
- Entwicklungshandbuch: apps/desktop ist kein Grundgeruest mehr, neuer
  Abschnitt "Desktop-App lokal bauen", Testabschnitt um vitest src/desktop
  und cargo check/clippy ergaenzt

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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2026-09-16 17:22:49 +02:00
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@@ -109,21 +109,71 @@ hardcoden.
Die CI/CD-Pipeline (`.gitea/workflows/ci.yml`) laeuft bei jedem Push auf die
Zweige `main` und `live` sowie bei jedem Tag `v*` (z. B. `v1.0.0`) und besteht
aus drei aufeinander aufbauenden Jobs:
aus vier aufeinander aufbauenden Jobs:
1. **quality** -- Lint und TypeScript Type-Check (Lint ist derzeit ein Leerlauf,
siehe WINDOWS #35; der Type-Check ist echt)
2. **test** -- Vitest Unit- und Integrationstests
3. **publish** -- Docker Images mit Versionsstempel bauen und in die Gitea-Registry
3. **desktop** -- Desktop-Pakete fuer Windows und Linux bauen (nur auf `main`
und bei Tags `v*`, siehe unten)
4. **publish** -- Docker Images mit Versionsstempel bauen und in die Gitea-Registry
veroeffentlichen
Ablauf: `quality` -> `test` -> `publish` (jeder Job nur bei Erfolg des
vorherigen). Der Job `publish` besteht aus vier Schritten: `actions/checkout@v4`
mit `fetch-depth: 0` (volle Historie samt Tags, sonst liefert `git describe`
nichts), Login in die Registry (siehe Abschnitt 3), der Aufruf von
`.gitea/scripts/publish-images.sh` und der Aufruf von
`.gitea/scripts/publish-release.sh` (legt bei Tags `v*` den Gitea-Release aus dem
CHANGELOG-Abschnitt an; auf `main` endet er mit "nichts zu tun").
Ablauf: `quality` -> `test` -> `desktop` -> `publish` (jeder Job nur bei Erfolg
des vorherigen; `desktop` selbst laeuft nur, wenn die `if`-Bedingung zutrifft
-- auf einem Push nach `live` ohne Tag entfaellt der Job, `publish` startet in
diesem Fall trotzdem, weil `needs: desktop` bei einem uebersprungenen Job nicht
blockiert). Der Job `publish` besteht aus sechs Schritten:
`actions/checkout@v4` mit `fetch-depth: 0` (volle Historie samt Tags, sonst
liefert `git describe` nichts), der Wiederherstellung der Desktop-Pakete aus
dem Zwischenspeicher, einer harten Pruefung des Manifests, Login in die
Registry (siehe Abschnitt 3), der Aufruf von `.gitea/scripts/publish-images.sh`
und der Aufruf von `.gitea/scripts/publish-release.sh` (legt bei Tags `v*` den
Gitea-Release aus dem CHANGELOG-Abschnitt an und haengt die Desktop-Pakete als
Dateien an; auf `main` endet er mit "nichts zu tun").
### Job `desktop`: Windows- und Linux-Pakete auf dem Linux-Runner
Der Job `desktop` baut auf demselben `ubuntu-latest`-Runner nacheinander (ein
Cache, ein Runner, siehe `18-CONTEXT.md` Specific Ideas) sowohl das
Linux-AppImage als auch -- per Cross-Bau -- den Windows-Installer:
1. **Systemabhaengigkeiten** (`apt-get install`): WebKit/Tauri-Pakete
(`libwebkit2gtk-4.1-dev` usw.) fuer den Linux-Bau, dazu `lld llvm clang
nsis` fuer den Windows-Cross-Bau (der NSIS-Bundler ruft `makensis` aus
genau diesem Paket auf).
2. **Rust-Toolchain** per `rustup` (kein Rust im Runner-Abbild), inklusive
`rustup component add clippy` -- `--profile minimal` installiert `clippy`
sonst nicht mit (siehe Fehlerbehebung unten).
3. **Cargo-Zwischenspeicher** (`actions/cache@v4`, Schluessel ueber den Hash
von `Cargo.lock`): `~/.cargo/registry`, `~/.cargo/git`,
`~/.cargo/bin/cargo-xwin`, `~/.cache/cargo-xwin` (die von `cargo-xwin`
heruntergeladene Windows-SDK-Ablage -- soll nur einmal geladen werden),
`~/.local/share/tauri` (NSIS-Plugins) und `apps/desktop/src-tauri/target`.
4. **Windows-Werkzeuge** -- bewusst NACH dem Cache-Wiederherstellungsschritt:
`rustup target add x86_64-pc-windows-msvc` und
`command -v cargo-xwin || cargo install --locked cargo-xwin`. Stuende
dieser Schritt vor der Cache-Wiederherstellung, wuerde `cargo-xwin` bei
jedem Lauf neu gebaut, selbst wenn der Cache es bereits enthaelt.
5. **Version setzen** (`desktop-version.sh`), **Rust pruefen**
(`cargo check`/`cargo clippy`, D-16), Bau des Linux-AppImage
(`tauri build --bundles appimage`), dann des Windows-Installers per
Cross-Bau (`tauri build --runner cargo-xwin --target
x86_64-pc-windows-msvc --bundles nsis`).
6. **Pakete einsammeln** (`desktop-collect.sh --require linux,windows`) --
schreibt `manifest.json` und schlaegt fehl, wenn eine der beiden Dateien
fehlt.
7. **Uebergabe an `publish`** per `actions/cache/save@v4` mit dem Schluessel
`desktop-dist-${{ gitea.sha }}` (ein neuer Schluessel je Commit, damit
`publish` garantiert die Pakete des gerade gebauten Standes bekommt, nicht
einen aelteren Cache-Treffer).
**Warum `actions/cache` und nicht `upload-artifact`:** Auf dieser
Gitea-Instanz ist `actions/upload-artifact`/`download-artifact` unzuverlaessig
(Erfahrungswert aus 18-02) -- die Uebergabe zwischen `desktop` und `publish`
laeuft deshalb bewusst ueber `actions/cache/save` und
`actions/cache/restore` mit `fail-on-cache-miss: true`, nicht ueber
Artefakt-Uploads.
Das Release-Skript spricht die Gitea-API ueber `GITHUB_API_URL` bzw.
`GITHUB_SERVER_URL/api/v1` an -- im Job-Container ist das
@@ -237,3 +287,59 @@ und einen Branch-Schutz fuer `live` anlegen (T-KU1-04).
2. Pruefen, ob der Tag wirklich gepusht wurde: `git ls-remote --tags origin`
3. `dev` bedeutet: das Image wurde ohne Build-Args gebaut (lokal statt ueber
das Skript) -- das ist fuer lokale Builds normal
### Job `desktop` schlaegt fehl
1. **`cargo clippy` meldet `'cargo-clippy' is not installed for the toolchain`**
-- der Schritt "Rust-Toolchain" installiert mit `--profile minimal`, das
`clippy` nicht mitbringt. Behoben durch `rustup component add clippy`
direkt nach der Toolchain-Installation (siehe oben); bei einem aehnlichen
Fehlerbild in Zukunft pruefen, ob diese Zeile noch vorhanden ist.
2. **apt-Paketname unbekannt / `pkg-config` findet eine Bibliothek nicht** --
Paketnamen aendern sich gelegentlich zwischen Ubuntu-Versionen des
Runner-Abbilds; den fehlenden `.pc`/`.so`-Namen aus der Fehlermeldung in
`apt-cache search` nachschlagen und die Paketliste im Schritt
"Systemabhaengigkeiten" ergaenzen.
3. **`openssl-sys` scheitert beim Windows-Cross-Ziel** -- OpenSSL laesst sich
fuer `x86_64-pc-windows-msvc` von Linux aus nicht ohne Weiteres
cross-kompilieren; falls eine neue Abhaengigkeit das ueber `openssl-sys`
statt `rustls-tls` einzieht, das Feature/die Abhaengigkeit auf
`rustls-tls` umstellen (in diesem Job bislang nicht aufgetreten, `reqwest`
ist bereits auf `rustls-tls` konfiguriert).
4. **NSIS-Plugin-Download schlaegt fehl** -- Tauris NSIS-Bundler laedt beim
ersten Bau zusaetzliche Plugins nach `~/.local/share/tauri`; ein
Netzwerkfehler dort bricht den Bauschritt "Windows-Installer bauen
(Cross-Bau)" ab. Lauf erneut anstossen; bleibt der Cache warm, entfaellt
der Download beim naechsten Mal.
5. **Runner-Speicher/-Zeit reicht nicht** -- der Rust-Bau laeuft auf einem
begrenzten Runner (8 Kerne/15 GB, siehe `18-CONTEXT.md`); bei
Speicherdruck `CARGO_BUILD_JOBS` (z. B. auf `4`) als Umgebungsvariable im
Job setzen, um die parallele Uebersetzung zu drosseln.
### `publish`: cache miss
`actions/cache/restore@v4` mit `fail-on-cache-miss: true` bricht den Job
`publish` hart ab, wenn kein Eintrag unter dem Schluessel
`desktop-dist-${{ gitea.sha }}` existiert. Wahrscheinlichste Ursachen:
1. Der Job `desktop` ist fehlgeschlagen oder uebersprungen worden (siehe
`if`-Bedingung oben) -- im Gitea-Actions-Lauf pruefen, ob `desktop`
tatsaechlich gruen war.
2. Der Zwischenspeicher-Server des `act_runner` ist nicht erreichbar oder
nicht aktiviert -- Runner-Konfiguration pruefen (Abschnitt 2,
`[cache] enabled` muss gesetzt sein).
3. Der Commit-SHA im Schluessel weicht zwischen den Jobs ab (sollte bei
`gitea.sha` innerhalb desselben Laufs nicht vorkommen) -- bei Verdacht die
Job-Logs beider Schritte (`Uebergabe an publish` in `desktop`,
`Desktop-Pakete aus dem Zwischenspeicher holen` in `publish`) auf den
verwendeten Schluessel vergleichen.
### Release-Upload 413
Schlaegt der Datei-Upload in `publish-release.sh` mit HTTP 413 (Datei zu
gross) fehl, blockt vermutlich der vorgeschaltete Proxy vor `git.vicolab.de`
den grossen Installer-Upload -- dasselbe bekannte Verhalten wie beim
Image-Push (Abschnitt 3). Abhilfe: `GITEA_API` auf die Host-Adresse
`http://172.18.0.1:3002/api/v1` setzen, damit der Release-Upload denselben
Weg wie der Registry-Push nimmt und den Proxy umgeht -- nur noetig, wenn der
Proxy die Groesse tatsaechlich abweist.