- Anwenderhandbuch: Menüeintrag "Update installieren", Ablauf per Klick unter Windows/Linux, Fehlerfall, https-Bedingung, einmaliger Wechsel für Clients bis 1.2.0 - Betriebshandbuch Kap. 10: Signierschlüssel (Secrets, Ablage, Sicherung, Verlust), Kontrollzeile /desktop/update, Manifest-Felder, zwei Fehlerbilder - Entwicklungshandbuch: lokal `tauri build --no-sign`, Hinweise zu tauri dev - ci-cd-setup.md: die zwei neuen Secrets, Bau-Schritte signieren, Fehlerbild "no private key" - CHANGELOG: eine Zeile unter Unveröffentlicht → Neu Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
20 KiB
Tessera CI/CD Setup
Runbook fuer die Einrichtung der Gitea-basierten CI/CD-Pipeline.
Voraussetzungen
- Docker und Docker Compose installiert
- Gitea-Instanz mit aktivierten Actions
- Zugriff auf die Gitea-Administrationsoberflaeche
1. Gitea-Repository einrichten
- In Gitea ein neues Repository erstellen (z.B.
tessera-ctl) - Das Repository als Git-Remote hinzufuegen:
git remote add origin https://<gitea-url>/<user>/tessera-ctl.git
- In den Repository-Einstellungen unter Settings > Actions sicherstellen, dass Actions aktiviert ist.
2. act_runner registrieren
Der act_runner fuehrt Gitea Actions Workflow-Jobs in Docker-Containern aus.
Runner-Token generieren
- In Gitea navigieren zu: Repository > Settings > Actions > Runners (oder Admin-Panel > Actions > Runners fuer globale Runner)
- Create registration token klicken
- Token kopieren
Runner starten
Die Umgebungsvariablen setzen (z.B. in .env im Projektverzeichnis oder
direkt in der Shell):
export GITEA_INSTANCE_URL=https://git.vicolab.de
export GITEA_RUNNER_REGISTRATION_TOKEN=<token-aus-schritt-oben>
Runner starten:
docker compose -f docker-compose.ci.yml up -d
Runner-Status pruefen:
docker compose -f docker-compose.ci.yml logs act_runner
Der Runner registriert sich automatisch bei Gitea und ist bereit, Jobs auszufuehren.
Bestehender Runner
Wenn bereits ein act_runner als separater Docker-Container laeuft (z.B.
gitea-runner), kann docker-compose.ci.yml als Dokumentation und Vorlage
fuer eine Neueinrichtung verwendet werden. Der bestehende Runner muss nicht
ersetzt werden.
Bestehenden Runner pruefen:
docker ps --filter name=gitea-runner
3. Erforderliche Konfiguration
Umgebungsvariablen
| Variable | Beschreibung | Wo setzen |
|---|---|---|
GITEA_INSTANCE_URL |
URL der Gitea-Instanz | .env oder Systemumgebung |
GITEA_RUNNER_REGISTRATION_TOKEN |
Runner-Registrierungstoken | .env oder Systemumgebung |
Gitea Secrets (fuer die CI-Pipeline)
In Gitea unter Repository > Settings > Actions > Secrets werden die Secrets fuer die Pipeline konfiguriert. Benoetigt werden drei:
| Secret | Beschreibung |
|---|---|
REGISTRY_TOKEN |
Gitea-Zugangstoken (Access Token) mit Schreibrecht auf Pakete (package: write) und zusaetzlich auf das Repository (repository: write, fuer Releases). Wird im Job publish fuer docker login localhost:3002 --password-stdin verwendet und im Release-Schritt ueber env als GITEA_TOKEN an .gitea/scripts/publish-release.sh gereicht -- nie als Argument. |
TAURI_SIGNING_PRIVATE_KEY |
Inhalt der privaten Schluesseldatei des Tauri-Updaters (eine Base64-Zeile, erzeugt mit tauri signer generate). Wird ausschliesslich an den zwei tauri build-Schritten des Jobs desktop als env gesetzt; die Tauri-CLI signiert damit das AppImage und den Windows-Installer (.sig neben dem Bundle). Der oeffentliche Gegenpart steht in apps/desktop/src-tauri/tauri.conf.json (plugins.updater.pubkey). |
TAURI_SIGNING_PRIVATE_KEY_PASSWORD |
Passwort zu diesem Schluessel; gleiche Stelle, gleicher Umfang. |
Das Token erscheint nie im Log: es wird per --password-stdin uebergeben und
Gitea maskiert Secret-Werte in der Job-Ausgabe. Das Veroeffentlichungs-Skript
.gitea/scripts/publish-images.sh kennt das Token nicht; der Login bleibt im
Workflow.
Der Signierschluessel wird ebenfalls nie ausgegeben: die Skripte kennen ihn
nicht (desktop-collect.sh prueft nur, OB die Variable gesetzt ist, um die
Signatur zur Pflicht zu machen), nur die beiden Bau-Schritte sehen ihn --
weder pnpm install, apt-get, cargo install cargo-xwin noch die
Cache-Schritte. Die Sicherung des Schluessels ausserhalb der Pipeline
(~/.tessera/desktop-updater/ auf dem Entwicklungsrechner) beschreibt das
Betriebshandbuch, Kapitel 10.
Der Push geht ueber localhost:3002 (Gitea laeuft auf demselben Rechner wie der
Runner), weil der Nginx Proxy Manager vor git.vicolab.de grosse Image-Blobs
blockt. Das Pullen auf den Servern laeuft ueber git.vicolab.de
(docker-compose.prod.yml).
Weitere Secrets bei Bedarf:
- In Gitea Settings > Actions > Secrets den Secret anlegen
- In
.gitea/workflows/ci.ymlueber${{ secrets.SECRET_NAME }}referenzieren
Wichtig: Secrets niemals in Logs ausgeben oder in Workflow-Dateien hardcoden.
4. Pipeline-Ueberblick
Die CI/CD-Pipeline (.gitea/workflows/ci.yml) laeuft bei jedem Push auf die
Zweige main und live sowie bei jedem Tag v* (z. B. v1.0.0) und besteht
aus vier aufeinander aufbauenden Jobs:
- quality -- Lint und TypeScript Type-Check (Lint ist derzeit ein Leerlauf, siehe WINDOWS #35; der Type-Check ist echt)
- test -- Vitest Unit- und Integrationstests
- desktop -- Desktop-Pakete fuer Windows und Linux bauen (nur auf
mainund bei Tagsv*, siehe unten) - publish -- Docker Images mit Versionsstempel bauen und in die Gitea-Registry veroeffentlichen
Ablauf: quality -> test -> desktop -> publish (jeder Job nur bei Erfolg
des vorherigen; desktop selbst laeuft nur, wenn die if-Bedingung zutrifft
-- auf einem Push nach live ohne Tag entfaellt der Job, publish startet in
diesem Fall trotzdem, weil needs: desktop bei einem uebersprungenen Job nicht
blockiert). Der Job publish besteht aus sechs Schritten:
actions/checkout@v4 mit fetch-depth: 0 (volle Historie samt Tags, sonst
liefert git describe nichts), der Wiederherstellung der Desktop-Pakete aus
dem Zwischenspeicher, einer harten Pruefung des Manifests, Login in die
Registry (siehe Abschnitt 3), der Aufruf von .gitea/scripts/publish-images.sh
und der Aufruf von .gitea/scripts/publish-release.sh (legt bei Tags v* den
Gitea-Release aus dem CHANGELOG-Abschnitt an und haengt die Desktop-Pakete als
Dateien an; auf main endet er mit "nichts zu tun").
Job desktop: Windows- und Linux-Pakete auf dem Linux-Runner
Der Job desktop baut auf demselben ubuntu-latest-Runner nacheinander (ein
Cache, ein Runner, siehe 18-CONTEXT.md Specific Ideas) sowohl das
Linux-AppImage als auch -- per Cross-Bau -- den Windows-Installer:
Ueberspringen bei unveraendertem Desktop (quick-260917-jdh): Direkt nach
dem Checkout berechnet desktop-stamp.sh stamp den Stempel <Version>-<SHA>
(Version aus desktop-version.sh --print; SHA = letzter Commit an
apps/desktop, desktop-version.sh, desktop-collect.sh,
desktop-stamp.sh, ci.yml -- Konstante DESKTOP_PATHS; pnpm-lock.yaml
bewusst nicht, weil die Tauri-CLI-Version an apps/desktop/package.json
haengt und der Bau keine Datei ausserhalb von apps/desktop liest) und gibt
skip_allowed=true nur fuer refs/heads/main aus. Danach actions/cache/restore@v4
mit dem Schluessel desktop-dist-stamp-<Stempel> -- ohne restore-keys, weil
act_runner auch den Hauptschluessel per Praefix sucht und ein aelterer
Stand nie als Treffer gelten darf. Anschliessend desktop-stamp.sh check:
cache-hit, Manifest, Kanal beta, Version, beide Dateien mit Groesse und
sha256 laut Manifest -> reuse=true; sonst raeumt es desktop-dist/ auf und
gibt reuse=false. Alle Bau-Schritte (setup-node bis Pakete einsammeln)
tragen if: steps.reuse.outputs.reuse != 'true'. Nach einem echten Bau legt
actions/cache/save@v4 die Pakete zusaetzlich unter dem Stempel-Schluessel ab
(nur auf main). Die Uebergabe an publish (desktop-dist-<sha>) laeuft in
beiden Faellen; publish ist unveraendert. Bei Tags v* wird weder gesucht
noch abgelegt. Lokale Probe: DESKTOP_TAG=v1.2.0 GITHUB_REF=refs/heads/main sh .gitea/scripts/desktop-stamp.sh stamp.
- Systemabhaengigkeiten (
apt-get install): WebKit/Tauri-Pakete (libwebkit2gtk-4.1-devusw.) fuer den Linux-Bau, dazulld llvm clang nsisfuer den Windows-Cross-Bau (der NSIS-Bundler ruftmakensisaus genau diesem Paket auf). - Rust-Toolchain per
rustup(kein Rust im Runner-Abbild), inklusiverustup component add clippy----profile minimalinstalliertclippysonst nicht mit (siehe Fehlerbehebung unten). - Cargo-Zwischenspeicher (
actions/cache@v4, Schluessel ueber den Hash vonCargo.lock):~/.cargo/registry,~/.cargo/git,~/.cargo/bin/cargo-xwin,~/.cache/cargo-xwin(die voncargo-xwinheruntergeladene Windows-SDK-Ablage -- soll nur einmal geladen werden),~/.local/share/tauri(NSIS-Plugins) undapps/desktop/src-tauri/target. - Windows-Werkzeuge -- bewusst NACH dem Cache-Wiederherstellungsschritt:
rustup target add x86_64-pc-windows-msvcundcommand -v cargo-xwin || cargo install --locked cargo-xwin. Stuende dieser Schritt vor der Cache-Wiederherstellung, wuerdecargo-xwinbei jedem Lauf neu gebaut, selbst wenn der Cache es bereits enthaelt. - Version setzen (
desktop-version.sh), Rust pruefen (cargo check/cargo clippy, D-16), Bau des Linux-AppImage (tauri build --bundles appimage), dann des Windows-Installers per Cross-Bau (tauri build --runner cargo-xwin --target x86_64-pc-windows-msvc --bundles nsis). Beide Bau-Schritte tragen die SecretsTAURI_SIGNING_PRIVATE_KEY/_PASSWORDalsenvund signieren die Bundles (quick-260917-kgc): die Tauri-CLI legt.sig-Dateien neben-setup.exeund.AppImageab -- host-unabhaengig, also auch im Cross-Bau. Kein--no-signim CI. - Pakete einsammeln (
desktop-collect.sh --require linux,windows) -- schreibtmanifest.json(mitupdateVersionund je Plattform dersignatureaus der.sig-Datei) und schlaegt fehl, wenn eine der beiden Dateien fehlt oder aufmain/Tags eine.sigfehlt. - Uebergabe an
publishperactions/cache/save@v4mit dem Schluesseldesktop-dist-${{ gitea.sha }}(ein neuer Schluessel je Commit, damitpublishgarantiert die Pakete des gerade gebauten Standes bekommt, nicht einen aelteren Cache-Treffer). Dieser Schritt laeuft auch dann, wenn der Bau uebersprungen wurde -- er sichert in diesem Fall den aus dem Stempel-Cache restaurierten Stand unter dem neuen SHA.
Warum actions/cache und nicht upload-artifact: Auf dieser
Gitea-Instanz ist actions/upload-artifact/download-artifact unzuverlaessig
(Erfahrungswert aus 18-02) -- die Uebergabe zwischen desktop und publish
laeuft deshalb bewusst ueber actions/cache/save und
actions/cache/restore mit fail-on-cache-miss: true, nicht ueber
Artefakt-Uploads.
Das Release-Skript spricht die Gitea-API NIE ueber die oeffentliche Adresse
(GITHUB_API_URL/GITHUB_SERVER_URL = https://git.vicolab.de hinter dem
Proxy, der grosse Uploads abbricht -- so blieb Release 1.2.0 am 2026-09-17
zunaechst ohne Anhaenge). Im Job-Container ist localhost:3002 nicht der
Host; das Skript ermittelt deshalb das Host-Gateway aus /proc/net/route
(z. B. 172.17.0.1) und ruft http://<gateway>:3002/api/v1 auf -- derselbe
Weg wie der Registry-Push. Lokal nimmt es http://localhost:3002/api/v1;
GITEA_API bleibt als expliziter Override. Mit --dry-run --tag vX.Y.Z
laesst sich die gewaehlte Adresse ohne Netzaufruf und ohne Token pruefen.
Zwei Kanaele: Etiketten je Anlass
Das Skript .gitea/scripts/publish-images.sh entscheidet allein anhand
GITHUB_REF, ob und unter welchen Etiketten veroeffentlicht wird:
| Anlass | Kanal (APP_CHANNEL) |
Etiketten in der Registry |
|---|---|---|
Push auf main |
beta |
beta und latest (latest ist nur ein Alias fuer beta und entfaellt spaeter) |
Tag vX.Y.Z |
live |
live und vX.Y.Z + Gitea-Release Tessera X.Y.Z mit dem CHANGELOG-Abschnitt |
Push auf live ohne Tag |
-- | keine; der Lauf prueft nur (quality, test), das Skript endet mit "nichts zu tun" |
Das Kanalmodell fuer den Betrieb (welcher Server welches Etikett zieht, Freigabe,
Hotfix) steht in docs/anleitung-betrieb.md, Kapitel 9.
Versionsstempel
Das Skript berechnet vier Werte und gibt sie als --build-arg an beide
Dockerfiles (apps/web/Dockerfile, apps/api/Dockerfile):
| Build-Arg | Quelle |
|---|---|
APP_VERSION |
git describe --tags --always (ohne Tag: kurzer Commit-SHA) |
APP_CHANNEL |
beta oder live, siehe Tabelle oben |
APP_COMMIT |
git rev-parse --short HEAD |
APP_BUILD_TIME |
date -u, ISO-Format |
Die API liest die Werte zur Laufzeit (GET /health/version, Startzeile im Log).
Das Web-Image bettet NEXT_PUBLIC_APP_* beim Build in das Browser-Bundle ein --
deshalb laeuft die builder-Stufe des Web-Images jetzt bei jedem Pipeline-Lauf
neu, die Laufzeit liegt eher bei 4-6 statt 2 Minuten.
Lokale Probe ohne Docker-Aufruf:
GITHUB_REF=refs/tags/v1.2.3 sh .gitea/scripts/publish-images.sh --print-plan
Hinweis: Die fruehere Entscheidung D-13 (Images lokal bauen, keine Registry) ist
ueberholt -- seit der Einfuehrung der Gitea-Registry werden Images gepusht und von
den Servern per docker compose pull geholt.
5. Sicherheitshinweise
Docker Socket
Der act_runner mountet den Host-Docker-Socket (/var/run/docker.sock), um Jobs
in Docker-Containern ausfuehren zu koennen. Das bedeutet:
- Der Runner hat Zugriff auf den Docker-Daemon des Hosts
- Er kann Container starten, stoppen und inspizieren
Risikobewertung: Akzeptabel fuer interne CI, da:
- Nur Claude pusht manuell bei Meilensteinen (D-11)
- Kein externer Code wird ausgefuehrt
- Ephemeral Mode ist aktiviert (siehe unten)
Ephemeral Runner
GITEA_RUNNER_EPHEMERAL=1 sorgt dafuer, dass der Runner seine Credentials
nach jedem Job widerruft und sich neu registriert. Das verhindert:
- Persistente Zugriffstokens im Runner-Container
- Kompromittierung ueber alte Job-Artefakte
- Seitliche Bewegung zwischen Jobs
Workflow-Dateien
Workflow-Dateien in .gitea/workflows/ werden direkt aus dem Repository
geladen. Da nur vertrauenswuerdiger Code gepusht wird (D-11, Claude als
einziger Committer), ist das Risiko einer manipulierten Pipeline minimal.
Ein Tag-Push v* ist der Freigabe-Hebel fuer Live: wer ihn setzen darf, kann
das live-Etikett neu belegen. Heute hat nur das Konto schalli Schreibrecht
(0 Kollaborateure, keine Branch-Regeln). Kommen weitere Konten dazu, in Gitea
unter Repository > Settings > Branches / Tags eine Tag-Schutzregel fuer v*
und einen Branch-Schutz fuer live anlegen (T-KU1-04).
6. Fehlerbehebung
Runner registriert sich nicht
- Pruefen ob
GITEA_INSTANCE_URLkorrekt und erreichbar ist - Token ggf. neu generieren (Token sind einmalig verwendbar bei Ephemeral Mode)
- Runner-Logs pruefen:
docker compose -f docker-compose.ci.yml logs act_runner
Pipeline startet nicht
- In Gitea pruefen ob Actions fuer das Repository aktiviert ist
- Pruefen ob der Runner als "online" angezeigt wird (Gitea > Actions > Runners)
- Sicherstellen dass die Workflow-Datei unter
.gitea/workflows/liegt - YAML-Syntax validieren
Docker-Build schlaegt fehl
- Sicherstellen dass
docker-compose.ymlim Arbeitsverzeichnis des Runners erreichbar ist - Docker Daemon Status pruefen:
docker info - Disk Space pruefen:
df -h
Stempel zeigt dev oder nur eine Kurzkennung statt des Tags
- Im Job
publishpruefen, dassactions/checkout@v4mitfetch-depth: 0auscheckt -- ohne Tags liefertgit describe --tags --alwaysnur den SHA - Pruefen, ob der Tag wirklich gepusht wurde:
git ls-remote --tags origin devbedeutet: das Image wurde ohne Build-Args gebaut (lokal statt ueber das Skript) -- das ist fuer lokale Builds normal
Job desktop schlaegt fehl
cargo clippymeldet'cargo-clippy' is not installed for the toolchain-- der Schritt "Rust-Toolchain" installiert mit--profile minimal, dasclippynicht mitbringt. Behoben durchrustup component add clippydirekt nach der Toolchain-Installation (siehe oben); bei einem aehnlichen Fehlerbild in Zukunft pruefen, ob diese Zeile noch vorhanden ist.- apt-Paketname unbekannt /
pkg-configfindet eine Bibliothek nicht -- Paketnamen aendern sich gelegentlich zwischen Ubuntu-Versionen des Runner-Abbilds; den fehlenden.pc/.so-Namen aus der Fehlermeldung inapt-cache searchnachschlagen und die Paketliste im Schritt "Systemabhaengigkeiten" ergaenzen. openssl-sysscheitert beim Windows-Cross-Ziel -- OpenSSL laesst sich fuerx86_64-pc-windows-msvcvon Linux aus nicht ohne Weiteres cross-kompilieren; falls eine neue Abhaengigkeit das ueberopenssl-sysstattrustls-tlseinzieht, das Feature/die Abhaengigkeit aufrustls-tlsumstellen (in diesem Job bislang nicht aufgetreten,reqwestist bereits aufrustls-tlskonfiguriert).- NSIS-Plugin-Download schlaegt fehl -- Tauris NSIS-Bundler laedt beim
ersten Bau zusaetzliche Plugins nach
~/.local/share/tauri; ein Netzwerkfehler dort bricht den Bauschritt "Windows-Installer bauen (Cross-Bau)" ab. Lauf erneut anstossen; bleibt der Cache warm, entfaellt der Download beim naechsten Mal. - Runner-Speicher/-Zeit reicht nicht -- der Rust-Bau laeuft auf einem
begrenzten Runner (8 Kerne/15 GB, siehe
18-CONTEXT.md); bei SpeicherdruckCARGO_BUILD_JOBS(z. B. auf4) als Umgebungsvariable im Job setzen, um die parallele Uebersetzung zu drosseln.
Job desktop: "A public key has been found, but no private key"
Die Tauri-CLI bricht den Bau ab, weil plugins.updater.pubkey in
tauri.conf.json gesetzt ist, aber TAURI_SIGNING_PRIVATE_KEY in der
Umgebung fehlt. Ursache sind fast immer fehlende oder umbenannte Secrets: in
Gitea unter Repository > Settings > Actions > Secrets pruefen, ob
TAURI_SIGNING_PRIVATE_KEY und TAURI_SIGNING_PRIVATE_KEY_PASSWORD unter
genau diesen Namen existieren, und ob beide Bau-Schritte in ci.yml den
env-Block tragen. Niemals --no-sign in ci.yml eintragen -- damit
entstuenden unsignierte Pakete, die kein Client als Update annimmt
(desktop-collect.sh bricht auf main/Tags ohne .sig ohnehin ab).
desktop baut, obwohl nichts geaendert wurde -- oder uebernimmt trotz Aenderung
Baut trotzdem:
- Erster Lauf nach einer Aenderung unter den Desktop-Pfaden -- der Stempel ist neu, das ist erwartet.
- Ein neuer Freigabe-Tag ist gesetzt -- die Version im Stempel hat sich geaendert, die Beta-Pakete muessen einmal neu entstehen.
- Der Eintrag ist vom Runner-Cache weggeraeumt worden --
act_runnerraeumt ungenutzte Eintraege nach einigen Tagen, aeltere nach etwa einem Monat weg. ci.ymloder eines der Desktop-Skripte wurde geaendert -- beides gehoert selbst zur PfadlisteDESKTOP_PATHS.desktop-stamp.sh checkhat den gefundenen Eintrag verworfen -- der Grund steht im Log des Schritts "Gefundene Pakete pruefen".
Uebernimmt trotz Aenderung: Die Aenderung liegt ausserhalb der Pfadliste
(zum Beispiel nur pnpm-lock.yaml). Entweder zusaetzlich etwas unter
apps/desktop/ aendern, oder DESKTOP_PATHS in .gitea/scripts/desktop-stamp.sh
um den betroffenen Pfad erweitern -- diese Erweiterung loest selbst einen
Neubau aus, weil desktop-stamp.sh Teil der eigenen Pfadliste ist.
publish: cache miss
actions/cache/restore@v4 mit fail-on-cache-miss: true bricht den Job
publish hart ab, wenn kein Eintrag unter dem Schluessel
desktop-dist-${{ gitea.sha }} existiert. Wahrscheinlichste Ursachen:
- Der Job
desktopist fehlgeschlagen oder uebersprungen worden (sieheif-Bedingung oben) -- im Gitea-Actions-Lauf pruefen, obdesktoptatsaechlich gruen war. - Der Zwischenspeicher-Server des
act_runnerist nicht erreichbar oder nicht aktiviert -- Runner-Konfiguration pruefen (Abschnitt 2,[cache] enabledmuss gesetzt sein). - Der Commit-SHA im Schluessel weicht zwischen den Jobs ab (sollte bei
gitea.shainnerhalb desselben Laufs nicht vorkommen) -- bei Verdacht die Job-Logs beider Schritte (Uebergabe an publishindesktop,Desktop-Pakete aus dem Zwischenspeicher holeninpublish) auf den verwendeten Schluessel vergleichen.
Release-Upload 413
Bricht der Datei-Upload in publish-release.sh mit HTTP 413 oder
curl: (92) HTTP/2 ... PROTOCOL_ERROR ab, laeuft er ueber den Proxy vor
git.vicolab.de -- genau das ist am 2026-09-17 bei Release 1.2.0 passiert
(AppImage, 82 MB). Seitdem geht das Skript von selbst ueber das Host-Gateway
(siehe Abschnitt 4); der Fehler kann nur noch auftreten, wenn GITEA_API
ausdruecklich auf die oeffentliche Adresse gesetzt wird. Fehlende Anhaenge
lassen sich jederzeit vom Host nachtragen:
GITEA_TOKEN=... DESKTOP_DIST=<Ordner mit manifest.json> sh .gitea/scripts/publish-release.sh --tag vX.Y.Z
(die Pakete liegen im API-Abbild unter /app/desktop-dist).