docs: close the compose drift note - server is a working copy now
Tessera CI/CD / Lint & Type Check (push) Successful in 45s
Tessera CI/CD / Tests (push) Successful in 53s
Tessera CI/CD / Build & Publish Images (push) Successful in 6s

/opt/tessera keeps its directory (compose derives the project name from it,
and a rename would have orphaned tessera_pgdata) and now tracks main.
COMPOSE_FILE pins it to the production file so the checkout does not switch
the server onto the dev defaults.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
2026-08-11 15:38:39 +02:00
parent 9ca71ae92f
commit 1fb96dd455
@@ -0,0 +1,113 @@
---
created: 2026-08-11
title: Compose-Datei auf dem Testserver ist eine handgepflegte Kopie und driftet vom Repository ab
area: infra
severity: major
trigger: bevor eine zweite Installation (Kunde oder Produktivsystem) aufgesetzt wird
files:
- docker-compose.yml
- docker-compose.prod.yml
- /opt/tessera/docker-compose.yml (auf 192.168.13.12, nicht im Repository)
---
## Problem
`/opt/tessera` auf dem Testserver (192.168.13.12) ist **keine** Git-Arbeitskopie —
dort liegt eine von Hand gepflegte `docker-compose.yml`. Der Deploy-Weg holt nur
die Images aus der Registry; Aenderungen an den Compose-Dateien im Repository
kommen dort nie an.
Am 2026-08-11 konkret aufgefallen: Der umbenannte Verschluesselungsschluessel
(`TESSERA_ENCRYPTION_KEY`, Commit f574884) wurde in die `.env` auf dem Server
eingetragen, kam aber nicht im Container an, weil die dortige Compose-Datei die
Variable gar nicht durchreicht. Die Anwendung fiel deshalb auf den alten Namen
zurueck und protokollierte die Veraltet-Warnung. Behoben durch eine
Hand-Aenderung an der Server-Datei — was das Problem genau wiederholt.
Zweiter, wichtigerer Effekt: die im selben Zug eingebaute Absicherung "Stack
startet nicht ohne Schluessel" (Commit 7bda56d) greift auf alpha **nicht**, weil
sie nur in der Repository-Datei steht. Beide Dateien laufen seit dem 2026-08-11
inhaltlich auseinander, und niemand merkt es, bis etwas nicht tut.
Fuer eine Kundeninstallation heisst das: aufgesetzt wird nach dem Repository,
alpha laeuft nach seiner eigenen Kopie. Was auf alpha funktioniert, ist damit
kein Beleg dafuer, dass die ausgelieferte Konfiguration funktioniert — und
genau dafuer ist ein Testsystem da.
## Solution
Noch offen, drei denkbare Wege — Entscheidung gehoert vor die Umsetzung:
1. **`/opt/tessera` zur Arbeitskopie machen.** `git clone`, danach zieht ein
`git pull` Compose-Datei und Deploy-Anleitung mit. Einfachster Weg, aber der
Server braucht dann Lesezugriff auf das Repository, und lokale Anpassungen
(die es geben mag) muessen vorher sichtbar gemacht werden.
2. **Compose-Datei als Artefakt ausliefern.** Die CI legt die passende Datei zu
jedem Image-Build ab, der Server holt sie zusammen mit den Images. Sauberste
Trennung, meiste Arbeit.
3. **Unterschiede bewusst machen.** Die Server-Datei bleibt handgepflegt, aber
ein Abgleich-Skript meldet Abweichungen zur Repository-Version. Loest das
Problem nicht, macht es aber sichtbar.
Vor der Entscheidung zu klaeren: **warum** die Datei dort ueberhaupt von Hand
gepflegt wird. Moeglicherweise enthaelt sie Anpassungen, die im Repository
fehlen (Ports, Netzwerke, Volumes fuer den konkreten Host) — die muessten dann
erst ins Repository, sonst bricht Weg 1 oder 2 den laufenden Betrieb.
Eine Sicherung der aktuellen Server-Datei liegt als
`/opt/tessera/docker-compose.yml.bak.20260811` daneben.
## Zwischenstand 2026-08-11: Drift abgeglichen, Mechanik weiter offen
Die beiden Dateien sind jetzt identisch. Verglichen wurden sie erst an diesem
Tag zum ersten Mal — es gab genau drei Unterschiede:
| Einstellung | Server | Repository | Uebernommen |
|---|---|---|---|
| `NEXT_PUBLIC_API_URL` | `${APP_URL}` | `http://api:3001` | Server-Fassung ins Repository |
| `TESSERA_FORCE_CHANGE` | Standard `true` | Standard `false` | Server-Fassung ins Repository |
| `TESSERA_ENCRYPTION_KEY` | kein Abbruch | `:?`-Abbruch | Repository-Fassung auf den Server |
Der erste Punkt war der ernste: `http://api:3001` existiert nur im
Compose-Netz. Der Browser eines Kunden sitzt ausserhalb und haette die API nie
erreicht — die Repository-Fassung war fuer eine echte Installation unbrauchbar,
und niemand haette es vor dem ersten Kundentermin gemerkt. Die Korrektur lebte
seit unbekannter Zeit nur auf alpha.
Ablauf: Sicherung als `/opt/tessera/docker-compose.yml.bak.20260811-1530`,
danach die Repository-Fassung auf den Server kopiert und mit
`docker compose config` geprueft (gueltig, alle Variablen aufloesbar). Das
Neuerzeugen der Container bleibt Sache des Users.
**Was den Zettel offen hielt:** abgeglichen ist ein Zustand, keine Loesung. Die
naechste Aenderung an `docker-compose.prod.yml` driftet genauso, weil
`/opt/tessera` weiterhin keine Arbeitskopie ist und der Deploy weiterhin nur
Images holt. Die Frage nach host-eigenen Anpassungen ist inzwischen
beantwortet: es gab keine, nur zwei Korrekturen, die ins Repository gehoerten.
## Resolution 2026-08-11: Weg 1 umgesetzt
`/opt/tessera` ist jetzt eine Arbeitskopie des Repositorys (`git init` +
`fetch --depth 1` + `checkout` im bestehenden Verzeichnis, nicht neu geklont).
Ein `git pull` bringt die Compose-Datei kuenftig mit.
Das Verzeichnis wurde bewusst behalten statt woanders hin geklont: Compose
leitet den Projektnamen aus dem Verzeichnisnamen ab, und ein anderer Name
haette `tessera_pgdata` verwaist und die Datenbank leer wirken lassen. Vorher
und nachher geprueft — Name `tessera`, Volume `tessera_pgdata`, beides
unveraendert.
`COMPOSE_FILE=docker-compose.prod.yml` steht jetzt in `/opt/tessera/.env`.
Ohne diesen Eintrag haette der Checkout den Server auf die
Entwicklungs-Fassung (`docker-compose.yml`, `localhost:3001`) umgestellt —
die Falle bei diesem Weg, weil das Repository beide Dateien fuehrt. `.env`
selbst steht in `.gitignore` und hat den Checkout unveraendert ueberlebt.
Geprueft: `docker compose config` gueltig, `NEXT_PUBLIC_API_URL` loest auf
`https://alpha.tessera.ctl.de` auf. Container neu erzeugen bleibt Sache des
Users.
**Offen, bewusst nicht entschieden:** Das Repository-Token steht jetzt in
`/opt/tessera/.git/config` (nur fuer root lesbar). Der Server braucht es fuer
`git pull`. Wenn das nicht bleiben soll, waere ein eigener Lese-Zugang fuer
den Server die Alternative.