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tessera-ctl/docs/anleitung-betrieb.md
T
schalli dab72eb1f9 fix(compose): user-files dauerhaft speichern und Betriebshandbuch nachziehen
- docker-compose.yml und docker-compose.prod.yml mounten /app/user-files
  im Dienst api auf ein neues benanntes Volume user-files (Eigentuemerschaft
  uid 1001 folgt aus dem Image, kein Bind-Mount)
- docker-compose.dev.yml bleibt unveraendert (Compose fuehrt Mount-Listen
  ueber das Ziel zusammen)
- Betriebshandbuch Kapitel 6: Speicher als dauerhaft beschrieben, Mount-Zeile
  woertlich zum Kopieren, Hinweis dass /opt/tessera/docker-compose.yml auf
  dem Server separat gepflegt werden muss (Deploy erreicht sie nicht)
- Betriebshandbuch Kapitel 7: Fehlerzeile zu verschwundenen Avataren/Exporten
  an den reparierten Repository-Stand angepasst

WINDOWS #17 bleibt offen, bis die Serverdatei manuell ergaenzt ist.

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2026-09-09 09:34:15 +02:00

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Tessera – Betriebshandbuch

Anleitung für den laufenden Betrieb von Tessera: Erstinstallation, neue Fassungen einspielen, Datenbank-Migrationen, Sicherung/Wiederherstellung und Fehlersuche. Richtet sich an Kolleg:innen, die die Docker-Container auf dem Server betreiben.

Für den Aufbau der CI/CD-Pipeline (Gitea Actions, act_runner) siehe docs/ci-cd-setup.md – dieses Dokument behandelt nur den Betrieb der bereits laufenden Installation, nicht deren automatisierten Build.

Inhaltsverzeichnis

  1. Überblick der Dienste
  2. Erstinstallation
  3. Konfiguration
  4. Neue Fassung einspielen
  5. Datenbank-Migrationen
  6. Sicherung und Wiederherstellung
  7. Protokolle und Fehlersuche
  8. Abgrenzung zur CI/CD-Pipeline

1. Überblick der Dienste

Tessera besteht aus drei Containern, definiert in docker-compose.yml (Basis) und docker-compose.prod.yml (Produktionsvariante mit fertigen Images statt lokalem Build):

Dienst Image / Build Host-Port Zweck
web apps/web/Dockerfile (Basis) bzw. git.vicolab.de/schalli/tessera-ctl/web:latest (Prod) 3000 Next.js-Frontend (Portal, Dashboard)
api apps/api/Dockerfile (Basis) bzw. git.vicolab.de/schalli/tessera-ctl/api:latest (Prod) 3001 NestJS-Backend (REST-API, Prisma/PostgreSQL-Zugriff)
db postgres:16-alpine kein Host-Port PostgreSQL-Datenbank

Zusätzlich existiert docker-compose.dev.yml (Bind-Mounts für Live-Reload, Mailhog, OpenLDAP, phpLDAPadmin) für die lokale Entwicklung sowie docker-compose.ci.yml für den Gitea act_runner – beide sind für den Produktivbetrieb ohne Belang und werden hier nicht weiter behandelt.

Netzwerke (siehe docker-compose.yml):

  • frontend-net – nur web, darüber ist der Browser-Zugriff erreichbar (Port 3000).
  • backend-net – web und api, Kommunikation zwischen Frontend-Server und Backend.
  • data-net – api und db, als internal: true markiert. Die Datenbank ist damit aus dem Host-Netzwerk grundsätzlich nicht erreichbar; Zugriff nur über docker compose exec db ... von innen.

Startreihenfolge: db → api → web, erzwungen über depends_on mit condition: service_healthy:

  • db: Healthcheck pg_isready -U tessera (Intervall 5 s, 5 Versuche).
  • api: Healthcheck wget --spider http://localhost:3001/health (Intervall 10 s, 3 Versuche, start_period 10 s in der Basis- / 20 s in der Prod-Variante). Der /health-Endpunkt (apps/api/src/health/health.controller.ts) prüft nur, dass der NestJS-Prozess antwortet – keine Datenbankverbindung. Ein "healthy" API-Container sagt also nichts darüber aus, ob Prisma tatsächlich verbunden ist.
  • web: hat selbst keinen Healthcheck. docker compose ps zeigt web daher nie als "healthy" an, nur als laufend – das ist normal.

Der Browser spricht ausschließlich mit web (Port 3000). Aufrufe unter /api-proxy/* werden von Next.js serverseitig auf API_INTERNAL_URL (http://api:3001 im Docker-Netz) umgeschrieben (siehe apps/web/next.config.ts). Der Browser erreicht die API also nie direkt und muss auch keine eigene CORS-Freigabe für die API-Origin haben – Port 3001 muss von außen in der Regel nicht erreichbar sein, ist es in den mitgelieferten Compose-Dateien aber (Host-Port 3001 ist gemappt).

2. Erstinstallation

Voraussetzung: Docker und Docker Compose (Plugin, docker compose ...) sind auf dem Zielsystem installiert.

  1. Repository auf den Server holen:

    git clone <gitea-url>/schalli/tessera-ctl.git
    cd tessera-ctl
    
  2. .env aus der Vorlage anlegen:

    cp .env.prod.example .env
    

    Die Vorlage .env.prod.example enthält die für den Produktivbetrieb relevanten Variablennamen; .env.example ist die schlankere Entwicklungsvariante. Welche Variablen zu setzen sind, steht in Kapitel 3. Konfiguration. Mindestens erforderlich, bevor irgendetwas startet:

    • DB_PASSWORD und dazu passend DATABASE_URL
    • JWT_SECRET
    • TESSERA_ADMIN_EMAIL, TESSERA_ADMIN_PASSWORD
    • TESSERA_ENCRYPTION_KEY (siehe Warnhinweis unten – ohne diesen Wert startet nichts)
  3. Encryption-Key erzeugen und eintragen:

    openssl rand -hex 32
    

    Das Ergebnis (64 Hex-Zeichen) als TESSERA_ENCRYPTION_KEY= in die .env eintragen. Dieser Schlüssel verschlüsselt alle bei Tessera hinterlegten Zugangsdaten (LDAP-Bind-Passwort, SMTP, Kalender- sowie DKV-/Ausschreibungs-Postfächer). Ohne diesen Wert startet die API nicht – docker-compose.prod.yml verwendet die Compose-Syntax ${TESSERA_ENCRYPTION_KEY:?...}, wodurch bereits docker compose selbst mit einer Fehlermeldung abbricht, bevor ein Container startet, falls die Variable fehlt. Zusätzlich prüft CryptoService (apps/api/src/crypto/crypto.service.ts) beim Hochfahren der API die Länge (muss genau 64 Hex-Zeichen sein) und wirft andernfalls einen Fehler.

    Diesen Schlüssel getrennt von jedem Datenbank-Dump aufbewahren (siehe Kapitel 6) – geht er verloren, sind alle gespeicherten Zugangsdaten unwiderruflich unbrauchbar und müssen von Hand neu eingegeben werden.

  4. Container starten:

    docker compose -f docker-compose.prod.yml pull
    docker compose -f docker-compose.prod.yml up -d
    

    Beim ersten Start seedet die API (AdminSeedService, apps/api/src/user/admin-seed.service.ts) automatisch den initialen Super-Admin-Account aus TESSERA_ADMIN_USER / _EMAIL / _PASSWORD sowie den Mandanten default. Das passiert nur, wenn noch kein Benutzer mit diesem Nutzernamen existiert – bei einer bereits befüllten Datenbank wird der Seed-Schritt stillschweigend übersprungen, auch wenn sich die Passwort-Variable in der .env danach ändert.

  5. Prüfen, ob alles läuft:

    docker compose -f docker-compose.prod.yml ps
    curl -s http://localhost:3001/health
    

    api sollte als healthy markiert sein, die /health-Abfrage liefert {"status":"ok",...}. Danach ist die Oberfläche unter Port 3000 erreichbar.

3. Konfiguration

Alle Variablen werden über .env im Projektverzeichnis eingelesen (Docker Compose liest diese Datei automatisch). Werte unten sind Platzhalter, keine echten Zugangsdaten.

Variable Pflicht in Prod? Default (Prod-Compose) Zweck
DB_PASSWORD ja – Passwort des PostgreSQL-Benutzers tessera, an den db-Container durchgereicht.
DATABASE_URL ja – Vollständiger Prisma-Connection-String, z. B. postgresql://tessera:<passwort>@db:5432/tessera. Muss zum DB_PASSWORD passen.
JWT_SECRET ja – Signiert/prüft die JWT-Auth-Cookies. Wird sowohl an api als auch an web durchgereicht – beide müssen denselben Wert erhalten, sonst schlägt die Anmeldung fehl. In der Basis-Compose (Dev) gibt es einen unsicheren Default (tessera-dev-jwt-secret-change-in-production), in Prod nicht.
TESSERA_ENCRYPTION_KEY ja – AES-256-GCM-Schlüssel (64 Hex-Zeichen) für gespeicherte Drittanbieter-Zugangsdaten. Siehe Kapitel 2. CALENDAR_ENCRYPTION_KEY ist der alte Variablenname und wird weiterhin akzeptiert (mit Warnung im Log).
TESSERA_ADMIN_USER nein admin Benutzername des initialen Super-Admin, nur beim allerersten Start relevant.
TESSERA_ADMIN_EMAIL ja (für den Seed) – E-Mail des initialen Super-Admin.
TESSERA_ADMIN_PASSWORD ja (für den Seed) – Initiales Passwort des Super-Admin.
TESSERA_FORCE_CHANGE nein true Erzwingt Passwortwechsel beim ersten Login des geseedeten Admin-Accounts.
TESSERA_SMTP_HOST / _PORT / _SECURE / _USER / _PASSWORD / _FROM nein (aber ohne Host kein Mailversand) Host leer, Port 587, _SECURE=false SMTP-Relay für ausgehende Mails (Passwort-Reset, Benachrichtigungen).
APP_URL empfohlen http://localhost:3001 (für NEXT_PUBLIC_API_URL) / http://localhost:3000 (für TESSERA_APP_URL) Öffentliche Basis-URL der Web-Oberfläche. Wird serverseitig u. a. für in E-Mails generierte Links verwendet (TESSERA_APP_URL).
API_INTERNAL_URL fest verdrahtet http://api:3001 Adresse, unter der web die API innerhalb des Docker-Netzes erreicht; dorthin schreibt Next.js die /api-proxy/*-Rewrites um. In der Regel nicht ändern.

Hinweis zu NEXT_PUBLIC_API_URL: Diese Variable wird beim Image-Build bereits fest auf /api-proxy gesetzt (ENV NEXT_PUBLIC_API_URL=/api-proxy in apps/web/Dockerfile, vor pnpm build). Next.js baut NEXT_PUBLIC_*-Variablen zur Build-Zeit in das an den Browser ausgelieferte JavaScript ein; der zur Laufzeit über Compose gesetzte Wert (${APP_URL:-http://localhost:3001}) hat auf das bereits gebaute Frontend-Bundle daher keine sichtbare Wirkung mehr. Praktisch reicht es, dass APP_URL für TESSERA_APP_URL (serverseitig, z. B. Mail-Links) korrekt gesetzt ist.

Wichtig – Konfigurationsdrift auf dem Server: Auf dem Produktivserver wurde die laufende Compose-Datei in der Vergangenheit direkt von Hand angepasst und ist damit nicht mehr zwingend identisch mit docker-compose.prod.yml in diesem Repository. Änderungen an docker-compose*.yml im Git-Repo wirken sich nicht automatisch auf die laufende Installation aus – der Deploy-Schritt zieht ausschließlich neue Images, die Compose-Datei selbst muss bei Bedarf separat auf dem Server aktualisiert werden. Vor grösseren Änderungen an der Compose-Struktur die auf dem Server tatsächlich liegende Datei prüfen, nicht blind von der Repo-Version ausgehen.

4. Neue Fassung einspielen

Das ist der wichtigste Ablauf im Tagesgeschäft. Zwei Befehle:

docker compose -f docker-compose.prod.yml pull
docker compose -f docker-compose.prod.yml up -d --force-recreate api web

Verifizierte Falle: docker compose up -d ohne --force-recreate ersetzt einen bereits laufenden Container nicht, wenn Compose der Meinung ist, an der Service-Definition habe sich nichts geändert – auch wenn pull gerade ein neues Image unter demselben Tag (:latest) heruntergeladen hat. Der alte Container läuft dann unverändert mit dem alten Code weiter, ohne Fehlermeldung. Das Deployment wirkt erfolgreich, ist es aber nicht. Dieser Fehler ist dem Team schon mehrfach passiert. Deshalb: nach jedem pull immer --force-recreate verwenden (nur api und web betrifft das – db soll normalerweise nicht neu erstellt werden, sonst würde sie kurz neu starten).

Kontrolle, ob es wirklich funktioniert hat: Startzeitpunkt des Containers mit dem Erstellungszeitpunkt des zugehörigen Images vergleichen. Der Container muss nach dem Image erzeugt worden sein:

docker inspect -f '{{.State.StartedAt}}' tessera-api-1
docker image inspect -f '{{.Created}}' git.vicolab.de/schalli/tessera-ctl/api:latest

docker inspect -f '{{.State.StartedAt}}' tessera-web-1
docker image inspect -f '{{.Created}}' git.vicolab.de/schalli/tessera-ctl/web:latest

(Container-Namen mit docker compose -f docker-compose.prod.yml ps prüfen, falls sie auf dem Server abweichen.) Liegt StartedAt vor Created des Images, läuft noch die alte Version – dann --force-recreate nachholen.

5. Datenbank-Migrationen

Ein separater Migrationsschritt ist nicht nötig. Der api-Container führt Prisma-Migrationen bei jedem Start automatisch aus, bevor der eigentliche Prozess hochfährt (apps/api/Dockerfile, CMD):

prisma migrate deploy --schema apps/api/prisma/schema.prisma && node apps/api/dist/main.js

Das heisst: Sobald ein neues Image (mit neuen Migrationen im Ordner apps/api/prisma/migrations/) per pull + --force-recreate eingespielt wird, laufen ausstehende Migrationen beim nächsten Start automatisch. Schlägt eine Migration fehl, startet node apps/api/dist/main.js erst gar nicht – der Container bleibt dann im Neustart-Loop bzw. terminiert, sichtbar in docker compose logs api.

Kontrolle, ob eine Migration tatsächlich angekommen ist:

docker compose -f docker-compose.prod.yml exec db \
  psql -U tessera -d tessera -c \
  "SELECT migration_name, finished_at FROM _prisma_migrations ORDER BY finished_at DESC LIMIT 5;"

Der Name der zuletzt erwarteten Migration lässt sich mit dem Ordnernamen in apps/api/prisma/migrations/ abgleichen (Namensschema YYYYMMDDHHMMSS_beschreibung).

6. Sicherung und Wiederherstellung

Es gibt aktuell kein eingebautes Backup-Skript und kein Makefile-Target dafür im Repository. Sicherung erfolgt manuell über die Postgres-Bordmittel.

Datenbank sichern

docker compose -f docker-compose.prod.yml exec db \
  pg_dump -U tessera -d tessera -F c -f /tmp/tessera-$(date +%Y%m%d).dump
docker compose -f docker-compose.prod.yml cp db:/tmp/tessera-$(date +%Y%m%d).dump ./

Datenbank wiederherstellen

docker compose -f docker-compose.prod.yml cp ./tessera-YYYYMMDD.dump db:/tmp/restore.dump
docker compose -f docker-compose.prod.yml exec db \
  pg_restore -U tessera -d tessera --clean --if-exists /tmp/restore.dump

Vor einer Wiederherstellung api stoppen, damit keine Schreibzugriffe während des Restores stattfinden.

Was sonst noch an Zustand existiert

  • PostgreSQL-Daten: liegen im benannten Docker-Volume pgdata (docker-compose.prod.yml, Mount pgdata:/var/lib/postgresql/data im db-Container). pgdata ist eines von zwei dauerhaften Docker-Volumes (siehe nächster Punkt) und kann zusätzlich über ein docker volume-Backup gesichert werden.

  • Verschlüsselungsschlüssel TESSERA_ENCRYPTION_KEY: liegt nur in .env auf dem Host, nicht im Datenbank-Dump. Getrennt sichern (siehe Kapitel 2/3) – ohne ihn sind alle per pg_dump gesicherten verschlüsselten Zugangsdaten wertlos.

  • Hochgeladene Dateien (Avatare unter user-files/avatars/, generierte DKV-Exporte unter user-files/, siehe apps/api/src/user/user.controller.ts und apps/api/src/dkv/dkv-export.service.ts): Diese Dateien liegen im benannten Docker-Volume user-files, gemountet auf /app/user-files im Dienst api. Der Mount ist in docker-compose.yml und docker-compose.prod.yml eingetragen:

    # beim Dienst api:
        - user-files:/app/user-files
    # im Top-Level-Block volumes:
      user-files:
    

    Damit überstehen Avatare und DKV-Exporte ein --force-recreate von api. Wie bei pgdata zeigt docker volume ls das Volume mit vorangestelltem Projektnamen an (<projekt>_user-files). Gesichert werden die Dateien weiterhin mit docker compose cp api:/app/user-files ./user-files-backup, alternativ über eine Sicherung des Docker-Volumes selbst (wie bei pgdata).

    Wichtig für den Betrieb auf einem bestehenden Server: /opt/tessera/docker-compose.yml ist keine Arbeitskopie dieses Repositorys – die Datei wurde dort von Hand bearbeitet und weicht ab. Ein Deploy holt ausschließlich Images und fasst diese Datei nicht an. Diese Compose-Änderung erreicht eine bereits laufende Installation deshalb nicht von selbst. Wer die Reparatur dort haben will, trägt dieselben zwei Zeilen selbst in /opt/tessera/docker-compose.yml ein (vorher sichern) und erstellt die Container einmal neu. Bis dahin gilt für die laufende Installation weiterhin der alte, verlustbehaftete Zustand – prüfbar mit docker inspect tessera-api-1 und einem Blick auf Mounts.

7. Protokolle und Fehlersuche

Logs ansehen:

docker compose -f docker-compose.prod.yml logs -f api
docker compose -f docker-compose.prod.yml logs -f web
docker compose -f docker-compose.prod.yml logs -f db

Gesunder Start sieht so aus: db wird healthy, danach startet api und protokolliert die durchgelaufenen Prisma-Migrationen sowie zuletzt Tessera API running on port 3001 (aus apps/api/src/main.ts). Erst danach startet web, weil depends_on: api: condition: service_healthy das erzwingt.

Symptom Wahrscheinliche Ursache Prüfen / Beheben
docker compose up bricht sofort ab, ohne dass ein Container startet, mit einer Meldung zu TESSERA_ENCRYPTION_KEY Variable fehlt in .env – Compose selbst verweigert die Variablen-Interpolation (${TESSERA_ENCRYPTION_KEY:?...}) TESSERA_ENCRYPTION_KEY setzen (siehe Kapitel 2), danach erneut starten.
api-Container startet und beendet sich sofort wieder, Log zeigt TESSERA_ENCRYPTION_KEY is not set oder must be a 64-character hex string Key ist zwar irgendwo gesetzt, aber leer oder falsch lang Mit openssl rand -hex 32 neu erzeugen, Länge prüfen (64 Zeichen).
api wird nie healthy, Log zeigt Verbindungsfehler von Prisma/PostgreSQL db ist noch nicht bereit, DATABASE_URL falsch, oder DB_PASSWORD/DATABASE_URL passen nicht zusammen docker compose ps – ist db healthy? DATABASE_URL gegen DB_PASSWORD abgleichen.
Login funktioniert nicht, obwohl api und web laufen JWT_SECRET bei web und api unterschiedlich, z. B. nach halbherzigem Neustart nur eines Containers Beide Container mit demselben JWT_SECRET neu erstellen (--force-recreate api web).
Neue Version scheint nicht anzukommen, obwohl pull gelaufen ist Klassische up -d-Falle ohne --force-recreate (siehe Kapitel 4) StartedAt des Containers gegen Created des Images vergleichen, ggf. --force-recreate nachholen.
Initialer Admin-Login funktioniert nicht nach Änderung von TESSERA_ADMIN_PASSWORD Seed läuft nur, wenn der Benutzername noch nicht existiert; bestehende Accounts werden nicht überschrieben Passwort über die Anwendung selbst (bzw. direkt in der Datenbank) ändern, nicht über die .env-Variable.
Mails werden nicht versendet TESSERA_SMTP_HOST leer (Prod-Default) SMTP-Variablen vollständig setzen und Container neu erstellen.
Avatare/DKV-Exporte nach einem Deploy verschwunden Die verwendete Compose-Datei mountet user-files/ nicht als Volume – im Repository-Stand seit dieser Version behoben, betrifft nur eine Installation mit abweichender Compose-Datei Die zwei Zeilen aus Kapitel 6 in die verwendete Compose-Datei eintragen (auf dem Server: /opt/tessera/docker-compose.yml, vorher sichern) und api neu erstellen.

8. Abgrenzung zur CI/CD-Pipeline

Dieses Dokument beschreibt den manuellen Betrieb: Erstinstallation, Redeploy, Migrations-Kontrolle, Backup und Fehlersuche auf einer bereits eingerichteten Installation.

Wie die Gitea-Actions-Pipeline (Runner-Registrierung, .gitea/workflows/ci.yml, Berechtigungen des act_runner-Docker-Socket-Mounts) aufgesetzt wird, ist bewusst nicht Teil dieses Dokuments – das steht vollständig in docs/ci-cd-setup.md. Die Grenze zwischen beiden Dokumenten: Sobald ein neues Image lokal vorliegt oder in einer Registry verfügbar ist, beginnt dieses Betriebshandbuch (Kapitel 4); alles davor – wie das Image entsteht – gehört in das CI/CD-Runbook.