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tessera-ctl/docs/mandantentrennung-etappe2-fehlerrichtung.md
T
schalli 349814747e feat(laa-01): messe die drei Sonderfaelle des Bereichs tenders und schreibe die Fehlerrichtung
rls-scratch-check.mjs bekommt einen fuenften Abschnitt (runTendersAreaChecks)
mit den fuenf Policies von TenderEmailConfig/TenderNotificationPref/
TenderRssFeedSource/TenderSavedSearch/TenderTriage, wortgleich aus der
ausgelieferten Migration extrahiert. Neun neue Pruefungen belegen: die
Policies haben keine Benutzerdimension (Befund E), eine plattformweite
RSS-Zeile ist unter jedem Mandantenkontext unsichtbar und ein gebundenes
Einfuegen ohne Mandant wird abgewiesen (WINDOWS #19), und ein gebundenes
upsert auf eine unsichtbare Zeile verletzt die Eindeutigkeitsbedingung,
nicht die Policy (Befund F). Alle 32 Pruefungen (23 bisherige + 9 neue)
bestehen. Nachmessung bestaetigt Befund A: genau eine $transaction in
diesem Bereich, Array-Form auf der plattformweiten Tabelle Tender,
ausserhalb jeder Mandantenbindung — withTenantTransaction() wird hier
nicht gebraucht.

docs/mandantentrennung-etappe2-fehlerrichtung.md bekommt einen
`## Bereich tenders`-Abschnitt mit der beobachteten Messausgabe, einer
Signaltabelle je umzustellendem Pfad und einem eigenen Unterabschnitt zur
lautlosen Fehlerform der beiden Hintergrunddienste (fuenf benannte
Stellen, keine protokolliert etwas).

743 Tests gruen, Typpruefung sauber, kein Schema-/Migrations-/Compose-/
Umgebungsdatei-Diff.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01AMASaSxv5QMY7RncqZriRR
2026-09-09 15:43:35 +02:00

41 KiB

Mandantentrennung, Etappe 2 — Die Fehlerrichtung dreht sich um

Dieses Dokument gehört zusammen mit docs/mandantentrennung-zugriffsklassifikation.md zur Vorbereitung der Mandantentrennung auf Datenbankebene. Während die Klassifikation festhält, welche Fundstelle umgestellt wird, hält dieses Dokument fest, woran man merkt, wenn eine umgestellte Fundstelle nach dem Scharfschalten (Etappe 4) zu wenig liefert. Es ist etappenbezogen und wird nicht laufend nachgezogen wie die Bestandsaufnahme — es beschreibt den Bereich ldap zum Zeitpunkt seiner Umstellung (Etappe 2, Quick-Task 260909-ipc).

(a) Die Leitfrage

Bis heute war der Fehlerfall einer Mandantentrennung "sieht zu viel": die Rolle tessera läuft mit BYPASSRLS, jede Abfrage sieht alle Zeilen aller Mandanten, unabhängig davon, ob sie an forTenant() gebunden ist oder nicht. Ein vergessener forTenant()-Aufruf blieb bisher unsichtbar, weil die Policy gar nicht griff.

Nach dem Scharfschalten (Etappe 4, wenn DATABASE_URL auf eine Rolle ohne BYPASSRLS zeigt) kehrt sich das um. Jede Abfrage, die nicht gebunden ist, sieht nicht mehr alle Zeilen, sondern keine — die Policy vergleicht gegen current_tenant_id(), und ohne vorheriges set_config ist dieser Wert NULL. NULL = "tenantId" ist in SQL nie wahr, auch wenn "tenantId" selbst nicht NULL ist. Der Fehlerfall ist damit nicht mehr "ein Administrator sieht die Konfiguration eines fremden Mandanten", sondern "der Abgleich-Dienst sieht gar keine Konfiguration mehr, für niemanden, und tut so, als sei nichts zu tun."

Diese Frage wird deshalb VOR der Umstellung gestellt, nicht erst beim Scharfschalten entdeckt: Woran würde ich merken, dass eine umgestellte Abfrage jetzt zu WENIG liefert statt zu viel?

(b) Die Messung

Task 1 dieses Plans hat apps/api/scripts/rls-scratch-check.mjs um einen dritten Abschnitt erweitert, der exakt das im Bereich ldap verwendete Muster (Tabellen LdapConfig/LdapFieldMapping, Policies wortgleich aus der ausgelieferten Migration 20260618112133_rls_policies/migration.sql herausgeschnitten) gegen eine Wegwerf-Datenbank unter einer Rolle ohne BYPASSRLS prüft. Tatsächlich beobachtete Ausgabe dieses Laufs (2026-09-09, gegen tessera-ctl-db-1, Adresse 172.19.0.2):

ldapconfig-gebunden-nur-eigene-zeile: bestanden — forTenant(TENANT-A) liefert 1 Zeile(n): ["TENANT-A"]
ldapconfig-ungebunden-null-zeilen: bestanden — ungebundener SELECT auf "LdapConfig" liefert 0 Zeile(n)
fieldmapping-folgt-join-auf-ldapconfig: bestanden — forTenant(TENANT-A) liefert 1 Feldzuordnung(en): ["cfg-a"]
fieldmapping-schreiben-eigene-konfiguration-erlaubt: bestanden — INSERT mit eigener ldapConfigId erfolgreich
fieldmapping-schreiben-fremde-konfiguration-abgelehnt: bestanden — INSERT mit fremder ldapConfigId abgewiesen: ERROR: new row violates row-level security policy for table "LdapFieldMapping"
Alle 13 Pruefungen bestanden.

Der Beleg, der diese Kritikschrift trägt, ist die Zeile ldapconfig-ungebunden-null-zeilen: der IDENTISCHE SELECT "tenantId" FROM "LdapConfig" ohne vorheriges set_config liefert 0 Zeilen, nicht etwa alle 2 vorhandenen. Das ist an der echten, ausgelieferten Policy gemessen, nicht an einer im Werkzeug nachgebauten Hilfstabelle — die Fehlerrichtung "sieht nichts" ist damit kein aus dem Code abgeleiteter Schluss, sondern eine beobachtete Tatsache.

(c) Signaltabelle je umgestelltem Pfad des Bereichs ldap

Pfad Verhalten bei zu wenig Ergebnis Konkretes Signal
LdapConfigService.getConfig/createConfig/updateConfig forTenant() liefert für den anfragenden Mandanten 0 Zeilen statt der eigenen Konfiguration GET /ldap/config liefert null; die Admin-Oberfläche zeigt "keine Konfiguration" für einen Mandanten, der tatsächlich eine hat
LdapConfigService.addFieldMapping/removeFieldMapping Schreiben/Lesen einer Feldzuordnung läuft gebunden leer statt auf die eigene Zuordnung POST/DELETE /ldap/config/mappings scheitert mit 404 bzw. legt scheinbar nichts an, obwohl die Konfiguration existiert
LdapService.listGroups/searchUsers (Markierung "bereits importiert") Die Markierungsabfrage liefert 0 vorhandene Konten/Gruppen statt der tatsächlich vorhandenen Die Kennzeichnung "bereits importiert" in den Auswahllisten von Gruppen und Benutzern fehlt für Einträge, die tatsächlich schon importiert sind — ein zweiter Import würde eine Dublette anlegen (bzw. bei Gruppen an der eigenen ldapObjectGuid-Eindeutigkeit scheitern)
LdapService.upsertMappedUser/importUsersByDn (Identitätssuche über ldapDn/username) Die Suche nach dem bestehenden Konto liefert 0 Treffer statt des vorhandenen Kontos Der Abgleich-Bericht zählt das Konto unter created statt updated — sichtbar in den Zählern created/updated/deactivated des Sync-Berichts
LdapService.syncUsersForTenant (Deaktivierungs-Kandidatenliste) Die Kandidatenliste liefert 0 lokale LDAP-Konten statt der tatsächlich vorhandenen Der Zähler deactivated bleibt 0, obwohl ein Konto im Verzeichnis entfernt wurde — harmlose Richtung: es wird zu WENIG deaktiviert, nie zu viel
LdapService.syncUsersForTenant (lastSyncAt-Fortschreibung) Das UPDATE trifft 0 Zeilen statt der eigenen Konfiguration Das Feld lastSyncAt der Konfiguration bleibt stehen, obwohl der Sync gerade lief — sichtbar in der Admin-Oberfläche als "nie synchronisiert" trotz laufendem Betrieb
LdapService.importGroupsByDn (Idempotenzprüfung über ldapObjectGuid) Die Prüfung liefert 0 Treffer statt der bereits importierten Gruppe Ein zweiter Import derselben AD-Gruppe würde eine Dublette anlegen, statt sie als "übersprungen" zu zählen — im gebundenen Zustand nicht mehr erreichbar, weil group.create an der eigenen ldapObjectGuid-Unique-Bedingung ohnehin scheitert
LdapConfigScheduler (Planer, getAllActiveConfigs()) Der Planer liest 0 Konfigurationen statt aller aktiven Konfigurationen ALLER Mandanten Die Protokollzeile "Starting LDAP sync for tenant ..." des Planers erscheint für KEINEN Mandanten mehr — siehe Abschnitt (d), Befund E

(d) Welcher Code deutet Leere als Abwesenheit

Diese vier Stellen sind die still gefährlichsten Orte des Bereichs ldap, weil sie ein zu kleines Datenbankergebnis nicht als Fehler, sondern als gültigen Zustand ("nichts zu tun", "Objekt existiert nicht mehr") interpretieren:

  1. syncGroupMembershipsForTenant, deleteMany mit notIn — gefährlich, zerstörend. Liefert die Benutzerausfrage zu wenig (weil ungebunden nach dem Scharfschalten 0 Zeilen zurückkommen), entfernt der anschließende deleteMany({ where: { NOT: { userId: { in: [...] } } } })-Aufruf ALLE LDAP-Mitgliedschaften der Gruppe, weil die Vergleichsliste leer ist und jede vorhandene Mitgliedschaft als "nicht mehr in der Liste" gilt. Dieser Pfad ist bereits gebunden (tenantPrisma seit Etappe 1, Zeile 1179 vor dieser Umstellung); die Gefahr besteht nur, falls diese Bindung jemals entfernt würde.

  2. Die Deaktivierungsschleife in syncUsersForTenant — harmlose Richtung, trotzdem festgehalten. Liefert die Kandidatenliste (localLdapUsers) zu wenig, wird zu WENIG deaktiviert, nie zu viel: ein Konto, das eigentlich deaktiviert werden müsste, bleibt aktiv. Das ist unerwünscht, aber nicht destruktiv — es verliert keine Daten und sperrt niemanden fälschlich aus.

  3. Der Löschzweig in syncBoundGroupsForTenant — die eigentliche Löschentscheidung fällt am VERZEICHNIS ("kein Treffer mehr für objectGUID"), nicht an der Datenbank; ein zu kleines Datenbankergebnis führt hier zu WENIGER Löschungen, nicht zu mehr. Gefährlich ist stattdessen die Übergabe unmittelbar davor: this.groupsService.reassignDefaultBeforeDelete(tenantId, group.id) und ensureDefaultGroup(tenantId) liegen in groups.service.ts und sind NICHT Teil dieser Umstellung. Nach dem Scharfschalten liefert reassignDefaultBeforeDelete still false (kein Ersatzkandidat sichtbar), der Standard-Marker wandert nicht mit, und die Gruppe wird trotzdem gelöscht — der Mandant bleibt ohne Standardgruppe zurück (Befund D, siehe (e)).

  4. getAllActiveConfigs — die stillste Stelle im gesamten Bereich. Liefert diese Abfrage nach dem Scharfschalten 0 Zeilen (sie ist bewusst übergreifend und bleibt ungebunden, siehe (e)), stellt der LDAP-Abgleich für JEDEN Mandanten ohne Fehlermeldung, ohne Protokolleintrag und ohne sichtbare Änderung die Arbeit ein (Befund E). Eine Laufzeitwarnung bei "0 aktive Konfigurationen" wurde erwogen und VERWORFEN: der Planer läuft jede Minute, und auf einer frischen Installation ohne LDAP ist 0 der Normalfall — eine Warnung wäre Dauerlärm, der nach kurzer Zeit ignoriert wird und sein Signal verliert. Das Signal gehört deshalb hierhin und in die Vorabprüfung von Etappe 4 (rls-preflight.mjs), nicht in den Minutentakt des Planers.

(e) Was dieser Durchlauf bewusst nicht löst

  • Befund A — resolveEmailForWrite muss übergreifend bleiben. email und username sind in prisma/schema.prisma plattformweit eindeutig (@unique), nicht je Mandant. Würde diese Abfrage mitgebunden, sähe sie einen fremden Halter der Adresse nicht mehr, meldete "Adresse frei", und der anschließende Schreibvorgang liefe in die plattformweite Eindeutigkeitsbedingung der Datenbank — aus einer sauber berichteten Kollision (WINDOWS #15/T-Q3-01) würde ein P2002-Abbruch des gesamten Sync-Laufs. Nach dem Scharfschalten liefert diese ungebundene Abfrage IMMER "frei" (0 Zeilen unter jedem Mandantenkontext außer dem der Adresse selbst) — ein bekannter, hier bewusst offen gelassener Punkt. Die Lösung gehört nach Etappe 3, vermutlich als vierte SECURITY-DEFINER-Funktion nach dem Muster der drei Funktionen des Anmeldewegs (auth_lookup_user_by_username, auth_lookup_reset_token, plus die dritte aus Etappe 1).

  • Befund D — die Standardgruppen-Übergabe an den Bereich groups. Wie in (d.3) beschrieben, ist der Löschzweig selbst bereits gebunden, aber die Übergabe an reassignDefaultBeforeDelete/ensureDefaultGroup in groups.service.ts ist es nicht. Das ist eine Reihenfolgebedingung für Etappe 4: der Bereich groups muss umgestellt sein, bevor scharf geschaltet wird, sonst bleibt ein Mandant nach einer Gruppen-Löschung ohne Standardgruppe zurück. groups ist ohnehin als nächster Bereich der Etappe 2 vorgesehen.

    Nachtrag (260909-jts, Aufgabe 3): GESCHLOSSEN. Der Bereich groups ist umgestellt — reassignDefaultBeforeDelete und ensureDefaultGroup laufen seit Aufgabe 2 dieses Plans vollständig über forTenant() bzw. withTenantTransaction() (siehe Abschnitt "Bereich groups" unten und docs/mandantentrennung-zugriffsklassifikation.md, Zeile groups.service.ts/group, Stand gebunden). Die Reihenfolgebedingung für Etappe 4 ist damit erfüllt. Der Befund oben bleibt unverändert stehen — er beschreibt korrekt den Zustand zum Zeitpunkt der ldap-Umstellung.

  • Die offene Architekturfrage req.tenantPrisma. tenant.middleware.ts und tenant.guard.ts setzen req.tenantPrisma = forTenant(...), aber kein Controller liest diesen Wert je. Dieser Durchlauf entscheidet NICHT, ob Controller künftig darüber gehen sollten statt eines erneuten forTenant()-Aufrufs im Service — der Bereich ldap bindet weiterhin dienst-intern, wie die vier Bestandsstellen in ldap.service.ts und die drei in auth.service.ts es vormachen. Die Frage bleibt für die übrigen Bereiche der Etappe 2 offen (siehe docs/mandantentrennung-zugriffsklassifikation.md, Abschnitt "Was diese Etappe NICHT entscheidet").

Bereich groups

Dieser Abschnitt erweitert die Kritikschrift um den Bereich groups (Quick-Task 260909-jts) und beschreibt ihn zum Zeitpunkt seiner Umstellung. Die Leitfrage aus Abschnitt (a) gilt unverändert weiter — dieser Abschnitt beantwortet sie erneut, aber für einen Bereich, der die Berechtigungsschicht selbst ist: Gruppenmitgliedschaft und Modulfreigaben entscheiden, wer welches Modul sehen darf.

(g1) Die Messung

Aufgabe 1 hat apps/api/scripts/rls-scratch-check.mjs um einen vierten Abschnitt (runGroupsAreaChecks) und eine eigene Transaktionsmessung (runTransactionShapeMeasurement) erweitert, beide gegen die Wegwerf-Datenbank unter der Rolle ohne BYPASSRLS, mit den vier Policies für Group, GroupMembership, ModuleGrant (aus 20260804130918_groups_rls_policies) und TenantModuleActivation (aus 20260909140000_rls_remaining_tenant_tables) WORTGLEICH aus den ausgelieferten Migrationen extrahiert. Tatsächlich beobachtete Ausgabe dieses Laufs (2026-09-09, gegen tessera-ctl-db-1, Adresse 172.19.0.2):

group-gebunden-nur-eigene-zeile: bestanden — forTenant(TENANT-A) liefert 1 Zeile(n): ["TENANT-A"]
group-ungebunden-null-zeilen: bestanden — ungebundener SELECT auf "Group" liefert 0 Zeile(n)
groupmembership-folgt-join-auf-group: bestanden — forTenant(TENANT-A) liefert 1 Mitgliedschaft(en): ["group-a"]
groupmembership-schreiben-fremde-gruppe-abgelehnt: bestanden — INSERT mit fremder groupId abgewiesen: ERROR: new row violates row-level security policy for table "GroupMembership"
groupmembership-schreiben-fremder-benutzer-nicht-verhindert: bestanden — INSERT mit A-eigener Gruppe, aber einer Benutzerkennung, die es in A nicht gibt, ist GELUNGEN — die Policy auf GroupMembership prueft nur die Gruppenseite, nicht die Benutzerseite (Befund E)
modulegrant-gebunden-nur-eigene-zeile: bestanden — forTenant(TENANT-A) liefert 1 Zeile(n): ["TENANT-A"]
modulegrant-fremde-gruppe-trotz-eigener-mandantenkennung-erlaubt: bestanden — INSERT mit korrekter eigener tenantId, aber fremder groupId ist GELUNGEN — die Policy auf ModuleGrant prueft nur die Mandantenkennung der Zeile, nicht die referenzierte Gruppe (Befund F)
tenantmoduleactivation-gebunden-nur-eigene-zeile: bestanden — forTenant(TENANT-A) liefert 1 Zeile(n): ["TENANT-A"]

Die Belegzeile, die diesen Abschnitt trägt, ist group-ungebunden-null-zeilen: der IDENTISCHE SELECT "tenantId" FROM "Group" ohne vorheriges set_config liefert 0 Zeilen, nicht etwa die 2 tatsächlich vorhandenen — an der echten, ausgelieferten Policy gemessen, nicht an einer im Werkzeug nachgebauten Hilfstabelle.

Die Transaktionsmessung — namentliches Ergebnis. Drei Formen wurden gegen einen Client beobachtet, der die Erweiterungsform aus prisma-tenant.extension.ts wortgleich nachbaut, jeweils mit pg_backend_pid() und current_tenant_id() in jeder Teilabfrage plus einem echten Lesezugriff auf "Group":

[beobachtet] Form (i) — Array-Form auf gebundenem Client: {"step1":{"pid":276749,"t":"TENANT-A"},"step2":{"pid":276750,"t":"TENANT-A","rows":1}}
[beobachtet] Form (ii) — interaktive Callback-Form auf gebundenem Client: {"step1":{"pid":276752,"t":"TENANT-A"},"step2":{"pid":276752,"t":"TENANT-A","rows":1}}
[beobachtet] Form (iii) — interaktive Callback-Form auf ungebundenem Client (set_config auf tx): {"step1":{"pid":276753,"applied":"TENANT-A","t":"TENANT-A"},"step2":{"pid":276753,"t":"TENANT-A","rows":1}}
mindestens-eine-transaktionsform-traegt-den-mandantenkontext: bestanden — bestanden: [Form (ii) ; Form (iii)] — nicht bestanden: [Form (i)]

Form (i) (Array-Form auf dem gebundenen Client) versagt eindeutig: step1 lief auf Verbindung 276749, step2 auf Verbindung 276750 — zwei verschiedene physische Verbindungen, obwohl beide Schritte denselben Mandantenkontext lasen. Das bestätigt wortgetreu den Vorbehalt aus dem Kopfkommentar von prisma-tenant.extension.ts: jede Modell-Operation eines $transaction-Arrays auf dem gebundenen Client dispatcht durch $allOperations und bekommt dadurch ihre EIGENE Ein-Element-Transaktion — mehrere solche Operationen laufen auf mehreren Teiltransaktionen statt einer gemeinsamen. In diesem konkreten Fall lieferte jede Teiltransaktion zwar noch den korrekten Mandantenkontext (kein Datenleck), aber die Atomarität der äußeren Transaktion ist nicht mehr gegeben — bei einem Absturz zwischen den beiden Teiltransaktionen bliebe der Zustand inkonsistent.

Form (ii) und Form (iii) bestanden beide die im Plan festgelegte Einzelmessung (gleiche Verbindungskennung, korrekter Kontext, korrekte Zeilenzahl). Über diese Einzelmessung hinaus wurde als zusätzliche, sicherheitsrelevante Sorgfaltsprüfung (nicht durch den Plan verlangt, aber durch die Tragweite dieses Bereichs geboten) beide Formen unter echter Nebenläufigkeit erneut gemessen — 40 parallele Aufrufe über EINEN gemeinsamen Client, alternierend TENANT-A/TENANT-B.

Diese Belastungsprobe lief zunächst gegen eine separate Experiment-Datenbank und war damit nicht nachvollziehbar — eine Zahl, die eine Entscheidung trug, ohne dass jemand sie hätte nachprüfen können. Genau das Anti-Muster, das dieses Projekt sich selbst verboten hat. Sie ist deshalb als runConcurrencyProbe in apps/api/scripts/rls-scratch-check.mjs nachgereicht worden und läuft seither bei jedem Werkzeuglauf mit. Als Verletzung zählt beides: ein Aufruf, der einen fremden oder gar keinen Mandantenkontext sieht, und ein Aufruf, der abbricht.

Gemessen wird, nicht behauptet:

  • Form (ii) bricht unter dieser Last ab, mit Fehlern der Familie PrismaClientKnownRequestError: Transaction API error (Code P2028). Ursache: jede tx.$queryRaw-Anweisung innerhalb der interaktiven Transaktion auf dem gebundenen Client löst selbst wieder eine VERSCHACHTELTE Array-Transaktion auf dem äußeren, ungebundenen Client aus (weil $allOperations bei jedem Aufruf erneut feuert) — die äußere interaktive Transaktion UND jede innere Verschachtelung belegen gleichzeitig eine Verbindung aus demselben, endlichen Pool. Unter Last reicht der Pool nicht mehr aus.
  • Form (iii) besteht dieselbe Belastung ohne Verletzung — sie belegt pro Aufruf genau eine Verbindung, ohne Verschachtelung.

Die konkreten Zahlen eines einzelnen Laufs stehen bewusst NICHT in diesem Dokument, sondern fallen bei jeder Ausführung neu an; der Werkzeuglauf vom 2026-09-09 ergab 24 Verletzungen von 40 für Form (ii) und 0 von 40 für Form (iii). Geprüft wird nur die Eigenschaft, auf die sich der Code stützt — Form (iii) ohne Verletzung. Das Verhalten von Form (ii) läuft daneben als ausgedruckte Beobachtung mit und ist bewusst KEINE Bedingung für einen grünen Lauf: ab welcher Last sie bricht, hängt an Verbindungsvorrat und Maschine.

Das ist der entscheidende Befund für die Werkzeugentscheidung in Aufgabe 2: obwohl Form (ii) die im Plan geforderte EINZELMESSUNG technisch besteht, ist sie unter echter Nebenläufigkeit strukturell fragil und ein Denial-of-Service-Risiko genau an der Stelle, die T-JTS-08 benennt (die Startreparatur ruft ensureDefaultGroup für mehrere Mandanten auf). Form (iii) ist die einzige der drei Formen, die sowohl die Einzelmessung als auch die Belastungsprobe besteht — sie ist deshalb die Grundlage des neuen Hilfsmittels withTenantTransaction in prisma-tenant.extension.ts.

(g2) Signaltabelle je umzustellendem Pfad

Pfad Verhalten bei zu wenig Ergebnis Konkretes Signal, Ort
GroupsService.listForTenant Liefert 0 Gruppen statt der tatsächlich vorhandenen Die Gruppenliste in der Verwaltung ist leer (Mitgliederzahl je Zeile fehlt ganz, weil die Zeile fehlt)
GroupsService.getImpact Liefert {memberCount:0, grantCount:0} statt der tatsächlichen Zahlen Der Löschdialog zeigt seine zwei Zahlen als 0/0 — der Administrator entscheidet über eine kaskadierende Löschung auf falscher Grundlage
GroupsService.listMembers Liefert 0 Mitglieder statt der tatsächlich vorhandenen Die Mitgliederliste im Gruppen-Detail ist leer
ModuleGrantsService.getMatrix Liefert 0 Module und/oder 0 Gruppen statt der tatsächlich aktiven/vorhandenen Die Freigabe-Matrix zeigt weder Modul- noch Gruppenachse vollständig — eine leere Zelle sieht identisch aus wie eine bewusst nicht erteilte Freigabe
ModuleGrantsService.getUserAccess Liefert 0 Module bzw. 0 Gruppen statt der tatsächlichen Das Benutzer-Detail zeigt für beide unabhängigen Antworten (Gruppenmitgliedschaften, Modulzugriff) fälschlich "keine"
LdapService.syncBoundGroupsForTenant (Übergabe an reassignDefaultBeforeDelete/ensureDefaultGroup) Der Zähler defaultMarkerMoved im Abgleich-Bericht bleibt bei 0, obwohl tatsächlich verschoben wurde — oder eine Gruppe verliert ihre Standardmarkierung ersatzlos Der Abgleich-Bericht des Verzeichnis-Syncs (D-05/D-06)
GroupsService.addUserToDefaultGroup Findet die Standardgruppe nicht (0 Zeilen statt der einen vorhandenen) und tut nichts Ein frisch angelegter Benutzer sieht nach seiner ersten Anmeldung KEIN Modul (leere Modulkacheln)

(g3) Welcher Code deutet Leere als Abwesenheit — Bereich groups

Ausgangspunkt ist Befund I aus der Planung, ergänzt um eine erneute Sichtung beider Dateien:

  • GroupsService.reassignDefaultBeforeDelete — zerstörend und still. Zwei getrennte Stellen liefern false: die Gruppe selbst ist nicht sichtbar (findFirst auf Group liefert 0 Zeilen), oder es ist kein Ersatzkandidat sichtbar (beide findFirst-Fallbacks liefern 0 Zeilen). Der Aufrufer im Verzeichnis-Sync (syncBoundGroupsForTenant) löscht die Gruppe danach in BEIDEN Fällen trotzdem, und die Löschung nimmt über die Kaskadenregeln aus 15-01 Mitgliedschaften und Modulfreigaben mit. Das ist Befund D aus der ldap-Kritik (Abschnitt (e) oben); ihn zu schließen ist ein Hauptzweck dieses Durchlaufs.
  • GroupsService.ensureDefaultGroup — die einzige Stelle des Bereichs, an der zu wenig Lesen zu ZU VIEL Schreiben führt. Der Wächter ist UMGEKEHRT gepolt: null gelesene Gruppen (group.count liefert 0 statt der tatsächlichen Anzahl) heißt hier nicht "nichts zu tun", sondern "alles neu aufbauen". Bliebe der Zähler ungebunden, während der Schreibteil (die Transaktion) gebunden liefe, legte die Methode für einen Mandanten, der bereits Gruppen hat, eine ZWEITE Standardgruppe an, nähme ALLE seine Benutzer als Mitglieder auf und verteilte Freigaben für ALLE aktiven Module — eine stille Ausweitung von Berechtigungen, ausgelöst durch ein zu kleines Leseergebnis. Der partielle Eindeutigkeitsindex Group_one_default_per_tenant fängt einen Teil der Fälle ab (P2002 beim group.create, abgefangen und in null übersetzt) — aber nur, wenn der Mandant BEREITS eine markierte Standardgruppe hat. Einen Mandanten mit Gruppen, aber OHNE markierte Standardgruppe, fängt der Index nicht ab. Genau deshalb müssen Zähler und Transaktion GEMEINSAM gebunden werden, nie einzeln (T-JTS-05).
  • GroupsService.getImpact — die Zahlen des Löschdialogs. Zwei Zählungen (groupMembership.count, moduleGrant.count) ohne Mandantenfilter, die bei Leere 0 und 0 melden. Der Administrator entscheidet auf dieser Grundlage über eine kaskadierende Löschung und bekommt "keine Mitglieder, keine Freigaben" für eine tatsächlich volle Gruppe angezeigt.
  • GroupsService.addUserToDefaultGroup — stilles Zurückkehren ohne sichtbare Standardgruppe (group.findFirst liefert 0 Zeilen statt der einen vorhandenen). Jeder neu angelegte Benutzer landet dann in KEINER Gruppe und sieht nach seiner ersten Anmeldung kein einziges Modul. Nicht zerstörend, aber lautlos und in der Wirkung ein Berechtigungsverlust.

Gegenrichtung, ebenfalls festgehalten: ModuleGrantsService.grant (die Aktivierungsprüfung: kein aktives TenantModuleActivation wirft BadRequestException, statt still zu erteilen) und ModuleGrantsService.assertTargetBelongsToTenant (die Mandanten-Gegenprüfung: kein Treffer wirft NotFoundException) werfen bei Leere LAUT und sind damit die harmlosen Stellen des Bereichs.

Entlastung, ausdrücklich am Frontend nachgesehen statt aus dem Backend geschlossen: apps/web/src/app/(portal)/admin/modules/grants/page.tsx schaltet die Freigabe-Matrix je Zelle einzeln (ein POST bzw. DELETE pro Klick) — es gibt keinen Sammel-Speichern-Knopf, der einen Abgleich gegen den gelesenen Zustand fährt. Ein zu kleines Leseergebnis führt dort also zu einer leeren Anzeige, nicht zu einem Massen-Entzug. Das ist der Unterschied zum deleteMany-mit-notIn des ldap-Bereichs.

(g4) Was dieser Durchlauf bewusst nicht löst

  • Die offene Architekturfrage req.tenantPrisma. Auch der Bereich groups entscheidet sie nicht — er bindet dienst-intern, wie ldap und auth.service.ts es vormachen.
  • Die Policies auf GroupMembership und ModuleGrant prüfen jeweils nur eine Seite. Gemessen in (g1): GroupMembership prüft ausschließlich die Gruppenseite (Befund E, T-JTS-02) — eine Mitgliedschaft mit einer Benutzerkennung, die es im Mandanten der Gruppe nicht gibt, verletzt die Policy NICHT. ModuleGrant prüft ausschließlich die Mandantenkennung der Zeile selbst (Befund F, T-JTS-03) — eine Freigabe mit korrekter eigener Mandantenkennung, aber einer fremden Gruppenkennung, verletzt die Policy ebenfalls NICHT. Die Anwendungsprüfungen (die Benutzerfilterung in addUserToDefaultGroup, assertTargetBelongsToTenant) bleiben deshalb der primäre Schutz gegen diese beiden Formen der Rechteausweitung und werden durch diesen Durchlauf NICHT durch die Datenbank ersetzt.

(g5) Fortschreibung des ldap-Abschnitts

Der in Abschnitt (e) oben als offen geführte Befund D — die Übergabe der Standardgruppe vor einer Gruppenlöschung — wird durch diesen Durchlauf geschlossen. Der Vermerk selbst steht am Ende von Abschnitt (e), gesetzt in Aufgabe 3 dieses Plans, weil die Schließung erst zu diesem Zeitpunkt tatsächlich vorliegt.

Bereich tenders

Dieser Abschnitt erweitert die Kritikschrift um den Bereich tenders (Quick-Task 260909-laa) und beschreibt ihn zum Zeitpunkt seiner Umstellung. Die Leitfrage aus Abschnitt (a) gilt unverändert weiter — dieser Abschnitt beantwortet sie erneut, aber für einen Bereich, der überwiegend NICHT umgestellt wird: von 23 Paaren sind fünf umzustellen, zehn bleiben bewusst der plattformweite Ausschreibungskatalog (D-03), zwei sind bewusste Fan-outs, und sechs zerfallen in eine übergreifende Hälfte (Etappe 3) und eine mandantengebundene Hälfte (hier). Dieser Bereich trägt außerdem eine Fehlerform, die ldap und groups nicht hatten: zwei Benachrichtigungswege, die bei zu kleinem Leseergebnis nicht falsch handeln, sondern GAR NICHT.

(t1) Die Messung

Aufgabe 1 hat apps/api/scripts/rls-scratch-check.mjs um einen fünften Abschnitt (runTendersAreaChecks) erweitert, mit den fünf Policies für TenderEmailConfig, TenderNotificationPref, TenderRssFeedSource, TenderSavedSearch und TenderTriage (alle aus der ausgelieferten Migration 20260909140000_rls_remaining_tenant_tables) WORTGLEICH extrahiert, nicht im Werkzeug nachgetippt. Tatsächlich beobachtete Ausgabe dieses Laufs (2026-09-09, gegen tessera-ctl-db-1, Adresse 172.19.0.2):

tendersavedsearch-gebunden-nur-eigener-mandant: bestanden — forTenant(TENANT-A) liefert 2 Zeile(n): ["TENANT-A","TENANT-A"]
tendersavedsearch-ungebunden-null-zeilen: bestanden — ungebundener SELECT auf "TenderSavedSearch" liefert 0 Zeile(n)
tendersavedsearch-fremder-nutzer-desselben-mandanten-sichtbar: bestanden — forTenant(TENANT-A) liefert AUCH die Zeile des zweiten Nutzers (user-a2) — die Policy auf TenderSavedSearch prueft nur die Mandantenkennung, nicht die Benutzerkennung; die anwendungsseitige userId-Filterung bleibt der einzige Schutz gegen Quer-Lesen zwischen Nutzern desselben Mandanten und darf nicht entfallen
tenderemailconfig-gebunden-nur-eigener-mandant: bestanden — forTenant(TENANT-A) liefert 1 Zeile(n): ["TENANT-A"]
tendertriage-gebunden-nur-eigener-mandant: bestanden — forTenant(TENANT-A) liefert 1 Zeile(n): ["TENANT-A"]
tendernotificationpref-gebunden-nur-eigener-mandant: bestanden — forTenant(TENANT-A) liefert 1 Zeile(n): ["TENANT-A"]
tenderrssfeed-plattformzeile-unter-jedem-mandanten-unsichtbar: bestanden — forTenant(TENANT-A) sieht die Platform-Zeile: false, forTenant(TENANT-B) sieht sie: false — WINDOWS #19: eine plattformweite RSS-Quelle ist unter JEDEM Mandantenkontext unsichtbar; listForUser/createPlatform/remove duerfen deshalb nicht gebunden werden, solange die Policy-Semantik unveraendert ist
tenderrssfeed-gebundenes-einfuegen-ohne-mandant-abgelehnt: bestanden — gebundenes INSERT mit tenantId=NULL abgewiesen: ERROR: new row violates row-level security policy for table "TenderRssFeedSource" — createPlatform darf deshalb nicht gebunden werden
tendertriage-einfuegen-auf-unsichtbare-zeile-verletzt-eindeutigkeit: bestanden — gebundenes INSERT auf die unsichtbare (userId,tenderId)-Kombination scheitert an der Eindeutigkeitsbedingung, nicht an der Policy: Code 23505, Unique constraint failed — Befund F: aus einem stillen Ueberschreiben wird bei Aufgabe 2 ein harter, verstaendlich uebersetzter Fehler
Alle 32 Pruefungen bestanden.

Die Belegzeile, die diesen Abschnitt trägt, ist tendersavedsearch-ungebunden-null-zeilen: der IDENTISCHE SELECT "tenantId" FROM "TenderSavedSearch" ohne vorheriges set_config liefert 0 Zeilen, nicht etwa die 3 tatsächlich vorhandenen — an der echten, ausgelieferten Policy gemessen, nicht an einer im Werkzeug nachgebauten Hilfstabelle.

Zwei Messungen dieses Laufs tragen eine Entscheidung, die kein bisheriger Bereich brauchte:

  • tendersavedsearch-fremder-nutzer-desselben-mandanten-sichtbar — das GELINGEN (beide Nutzer von TENANT-A sind sichtbar) IST das bestandene Ergebnis. Alle fünf Policies dieses Bereichs lauten schlicht "tenantId" = current_tenant_id(), ohne Benutzerdimension — zwei Nutzer DESSELBEN Mandanten sind füreinander vollständig sichtbar. Die anwendungsseitige userId-Filterung, die alle fünf umzustellenden Dienste bereits führen, bleibt deshalb der einzige Schutz gegen Quer-Lesen zwischen Nutzern und wird bei der Umstellung NICHT entfernt.
  • tenderrssfeed-plattformzeile-unter-jedem-mandanten-unsichtbar — die plattformweite RSS-Zeile (userId/tenantId beide NULL, wie der geseedete service.bund.de-Feed) ist unter TENANT-A UND TENANT-B gebunden unsichtbar, weil NULL = current_tenant_id() in SQL nie wahr ist. Das ist WINDOWS #19, hier nicht als ferne Sorge, sondern als der Grund, warum listForUser, createPlatform und remove in tender-rss-feed.service.ts NICHT gebunden werden — eine Bindung würde die plattformweite Quelle für JEDEN Mandanten verschwinden lassen. tenderrssfeed-gebundenes-einfuegen-ohne-mandant-abgelehnt bestätigt die Kehrseite: ein gebundenes INSERT mit tenantId = NULL wird von der ausgelieferten Policy abgewiesen — createPlatform würde in genau diese Abweisung laufen, würde man es binden.

Eine dritte Messung trägt die Fehlerbehandlung von Aufgabe 2: tendertriage-einfuegen-auf-unsichtbare-zeile-verletzt-eindeutigkeit zeigt, dass ein gebundenes INSERT auf ein (userId, tenderId)-Paar, dessen Zeile existiert, aber einem anderen Mandanten gehört und deshalb unsichtbar ist, an der Eindeutigkeitsbedingung scheitert (Postgres prüft Unique-Indizes gegen die physischen Zeilen, unabhängig von der RLS-Sichtbarkeit) — NICHT an einer Policy-Abweisung. Aus einem stillen Überschreiben wird dadurch ein harter Fehler, der in Aufgabe 2 als verständliche deutsche Meldung herauskommen muss, nicht als roher 500er.

TEIL 2 dieser Aufgabe hat zusätzlich nachgemessen, dass dieser Bereich keine mandantengebundene Transaktion enthält (Befund A): grep -rn '\$transaction(' apps/api/src/tenders --include=*.ts | grep -v spec liefert genau EINEN Treffer, tender-fingerprint-backfill.service.ts:89, die Array-Form auf der plattformweiten Tabelle Tender (D-03), außerhalb jeder Mandantenbindung. Der im Kopf von prisma-tenant.extension.ts verlangte erneute Test vor jedem neuen forTenant()-Fall mit eigener Transaktion ist damit für diesen Bereich beantwortet: es fällt kein neuer Fall an, withTenantTransaction() wird hier nicht gebraucht und auch nicht eingeführt.

(t2) Signaltabelle je umgestelltem Pfad

Pfad Verhalten bei zu wenig Ergebnis Konkretes Signal
TenderSavedSearchService.list Liefert 0 gespeicherte Suchprofile statt der tatsächlich vorhandenen Die Suchprofil-Leiste im Ausschreibungs-Radar ist leer für einen Nutzer, der tatsächlich Profile gespeichert hat
TenderSavedSearchService.create/update/remove Die Besitzprüfung (findUnique gebunden) liefert 0 Zeilen statt der eigenen Zeile PATCH/DELETE /saved-searches/:searchId scheitert mit 404, obwohl das Profil existiert; POST legt scheinbar erfolgreich ein neues Profil an (unkritisch, betrifft nur den Lesepfad danach)
TenderTriageService.listForUser Die Markierungsabfrage liefert 0 Treffer statt der tatsächlich vorhandenen Die Trefferliste zeigt für bereits gelesene/favorisierte Ausschreibungen keine Markierung mehr — ein bereits gelesener Treffer erscheint wieder als ungelesen
TenderTriageService.favoriteIds Liefert 0 favorisierte tenderIds statt der tatsächlich vorhandenen Der Merklisten-Filter (favOnly) zeigt eine leere Liste für einen Nutzer, der tatsächlich Favoriten hat
TenderNotificationPrefService.getForUser Sonderfall: kein Treffer bedeutet hier nicht "leer", sondern der Vorgabewert daily (D-01) Ein Nutzer, der off gewählt hat, sieht in der Oberfläche wieder daily — ein zu kleines Leseergebnis setzt die Einstellung stillschweigend auf täglich zurück, statt sie leer zu lassen
TenderEmailConfigService.getConfigForApi Der gebundene findUnique liefert 0 Zeilen statt der eigenen Konfiguration GET /email-config liefert null; die Oberfläche zeigt "kein Postfach verbunden" für einen Nutzer, der tatsächlich eines hat
TenderEmailConfigService.testConnection Der gebundene Rückgriff auf gespeicherte Zugangsdaten liefert 0 Zeilen statt der eigenen Ein Verbindungstest mit leer gelassenem Formular (Rückgriff auf gespeicherte Zugangsdaten) schlägt fehl, obwohl gespeicherte Zugangsdaten existieren
TenderRssFeedSourceService.listForUser/createPlatform/remove (bewusst UNGEBUNDEN, WINDOWS #19) Betrifft nicht diese drei Pfade selbst — sie binden nicht und liefern deshalb weiterhin die plattformweite Zeile korrekt. Das Risiko liegt in einer KÜNFTIGEN Bindung (Etappe 3), nicht in dieser Umstellung Würde man sie binden: leere Feed-Liste bzw. 404 beim Entfernen einer plattformweiten Quelle — hier ausdrücklich als Grenze festgehalten, nicht als heute beobachtbares Verhalten
TenderRssFeedSourceService.createForUser (gebunden) Der Zähler (count, gebunden) liefert 0 statt der tatsächlichen Anzahl eigener Feeds Ein Nutzer, der bereits am Limit von 20 eigenen Feeds ist, könnte scheinbar unbegrenzt neue anlegen (harmlose Richtung: die Kappung aus T-17-10 wirkt nicht mehr, kein Datenverlust)

(t3) Welcher Code Leere als Abwesenheit deutet

Sichtbare Formen (Anzeige bleibt leer oder fällt auf einen Vorgabewert zurück, jemand merkt es beim nächsten Blick auf die Oberfläche): siehe Tabelle (t2) oben — Suchprofilliste, Triage-Markierung, Favoriten-Filter, der daily-Sonderfall der Benachrichtigungseinstellung, und die Postfach-Anzeige.

Lautlose Formen — die zusätzliche Fehlerform dieses Bereichs. Fünf Stellen in den beiden Hintergrunddiensten deuten ein zu kleines Leseergebnis nicht als Fehler, sondern als "nichts zu tun", und protokollieren dabei NICHTS:

  1. tender-digest.scheduler.ts, if (!candidates.length) return; — liefert die gebundene Kandidatenabfrage innerhalb eines Profildurchlaufs zu wenig, bricht der GESAMTE Digest für diesen Lauf ab, für ALLE Mandanten, ohne Protokolleintrag.
  2. tender-digest.scheduler.ts, if (!matches.length) continue; — liefert die gebundene Treffer-Abfrage für einen Kandidaten zu wenig, bekommt dieser eine Nutzer keine Post, der Lauf macht mit dem nächsten Kandidaten weiter, ohne Protokolleintrag.
  3. tender-digest.scheduler.ts, if (!user || !user.email) continue; — liefert die gebundene Benutzer-Abfrage zu wenig, bekommt dieser Nutzer keine Post, ohne Protokolleintrag.
  4. tender-matching.service.ts, if (!fresh.length) continue; — liefert die gebundene Abfrage der noch nicht benachrichtigten Treffer innerhalb eines Profildurchlaufs zu wenig, bekommt dieser Nutzer keinen Sofort-Alarm, ohne Protokolleintrag.
  5. tender-matching.service.ts, if (!user || !user.email) continue; — dieselbe Form wie Stelle 3, für den Sofort-Alarm-Pfad.

Keine dieser fünf Stellen protokolliert etwas — eine ausbleibende Warnung erzeugt keine Fehlermeldung, keinen Protokolleintrag und keine Beschwerde, außer der stillen Abwesenheit einer E-Mail, die niemand erwartet, weil niemand wusste, dass sie hätte kommen sollen.

Entlastung in dieselbe Richtung, ebenfalls nachgesehen statt geschlossen behauptet: weil notifiedAt auf TenderMatch nur nach ERFOLGREICHEM Versand gestempelt wird (D-06), bleiben die betroffenen Zeilen auf notifiedAt IS NULL stehen und werden beim nächsten Lauf erneut versucht. Es geht also nichts verloren — es kommt nur nichts an, solange die Ursache (z. B. ein nach dem Scharfschalten ungebunden gebliebener Lesepfad) fortbesteht. Daraus ergibt sich das einzige nachprüfbare Signal dieser Fehlerform: eine wachsende Zahl von TenderMatch-Zeilen mit notifiedAt IS NULL bei gleichzeitig fehlendem Versandprotokoll. Dieses Signal gehört in die Vorabprüfung von Etappe 4 (rls-preflight.mjs), NICHT in diesen Durchlauf — Aufgabe 3 hält es hier fest, löst es aber nicht.

Eine Laufzeitwarnung an den fünf Stellen wurde erwogen und VERWORFEN, aus demselben Grund wie bei getAllActiveConfigs im ldap-Durchlauf: beide Hintergrunddienste laufen regelmäßig, und "kein passender Kandidat"/"kein Konto mit Adresse" ist ein regulärer Zustand, kein Fehlerfall — eine Warnung wäre Dauerlärm und verlöre ihr Signal.

(t4) Was dieser Durchlauf bewusst nicht löst

  • WINDOWS #19 — nullbares tenantId bei TenderRssFeedSource. Gemessen in (t1): eine plattformweite Zeile ist unter JEDEM Mandantenkontext unsichtbar, ein gebundenes Einfügen ohne Mandant wird abgewiesen. listForUser, createPlatform und remove bleiben deshalb bewusst UNGEBUNDEN, mit einem Codekommentar, der die Grenze benennt. Die Policy-Semantik selbst (eine tenantId IS NULL OR tenantId = current_tenant_id()-Lesevariante) gehört zu Etappe 3 und wird hier nicht angefasst.
  • Die übergreifenden Hälften der beiden Hintergrunddienste. Aufgabe 3 bindet nur die Je-Treffer-Hälften von tender-digest.scheduler.ts und tender-matching.service.ts; die Kandidatenabfrage (tenderMatch.findMany/tenderSavedSearch.findMany) bleibt bewusst über alle Mandanten hinweg ungebunden und ist als Etappe-3-Übergabe kommentiert — siehe docs/mandantentrennung-zugriffsklassifikation.md, Abschnitt "Der Hintergrunddienst als Falle".
  • Befund K — die Abhängigkeit vom noch nicht umgestellten Bereich settings. tender-mail.service.ts holt die SMTP-Angaben über SettingsService.getDecryptedSmtpConfig(tenantId); settings.service.ts ist noch vollständig unbound (4 Rohtreffer, siehe Übersichtstabelle in docs/mandantentrennung-zugriffsklassifikation.md). Nach dem Scharfschalten fände diese ungebundene Abfrage keine SMTP-Zeile mehr — Ergebnis: kein Versand für niemanden, mit Wiederholung bei jedem Lauf (dieselbe Entlastung wie in (t3)). Das ist eine Reihenfolgebedingung für Etappe 4, genau wie Befund D des ldap-Durchlaufs es für groups war — hier festgehalten, nicht gelöst.
  • Die offene Architekturfrage req.tenantPrisma. Auch der Bereich tenders entscheidet sie nicht — er bindet dienst-intern, wie ldap und groups es vormachen.
  • Befund G — ein Administrator eines beliebigen Mandanten kann eine plattformweite RSS-Quelle entfernen. TenderRssFeedSourceService.remove ist bereits heute ein einziger bedingter deleteMany mit der Besitzbedingung in der Datenbank — das ist das gewünschte Muster, keine Wiederholung des ldap-Fundes (Auflösung über die Kennung allein). Die eine Beobachtung, die trotzdem festgehalten gehört: ein Administrator EINES beliebigen Mandanten kann über diesen Pfad eine plattformweite Quelle entfernen, die ALLE Mandanten speist — eine Produkt-/ Zuständigkeitsfrage im Umfeld von WINDOWS #19, kein Auftrag dieser Aufgabe.

(t5) Was dieser Durchlauf bewusst nicht anfasst

Die zwölf Paare des plattformweiten Ausschreibungskatalogs (D-03, tender-dedup.service.ts, tender-fingerprint-backfill.service.ts, tender-ingestion.service.ts, tender-matching.service.ts/tender, tender-scheduler.service.ts, tenders.controller.ts, tenders.module.ts) und der beiden bewussten Fan-out-Adapter (adapters/email-alert.adapter.ts, adapters/rss.adapter.ts) sind geprüft und deliberat ungebunden — nicht übersehen. Jede der zwölf trägt ihre Begründung im eigenen Dateikopf bzw. in D-03.

Befund I gehört ausdrücklich hierher: tender-ingestion.service.spec.ts enthält eine Schutzprüfung, die den QUELLTEXT von tender-ingestion.service.ts liest und gegen ein Vorkommen des Bezeichners forTenant prüft ("never calls forTenant()"). In dieser einen Datei darf deshalb auch kein ERKLÄRENDER Kommentar diesen Bezeichner nennen — die Datei selbst steht ohnehin auf der Nicht-Anfassen-Liste, hier nur festgehalten, damit niemand sie beim Nachziehen der Begründungen "freundlich kommentiert" und den Lauf rot macht.

Verweis

Die Bestandsaufnahme, welche Fundstelle den hier beschriebenen Übergang bereits vollzogen hat (Stand-Spalte gebunden/ungebunden/gemischt), steht in docs/mandantentrennung-zugriffsklassifikation.md.